Busta Rhymes -
Album The Big Bang

Busta Rhymes


Früher wurde die HipHop-Welt stets von Kids, von Newcomern dominiert. In der Vergangenheit war es nämlich normalerweise so, dass unerfahrene Neulinge mit einem Kopf voller Ideen ins Studio stolperten und mit ihren Erstaufnahmen im Handumdrehen große Wellen schlugen, ja, schließlich sogar oftmals massenweise Alben verkauften...

Doch das Phänomen HipHop selbst ist inzwischen längst dem Teenie-Alter entwachsen –, und so sind auch die einschlägigen Protagonisten der Szene inzwischen Erwachsene geworden. Diejenigen Damen und Herren, die heutzutage das „Game“ dominieren, haben in den vergangenen Jahren viel gelernt und sich schon wiederholt bewiesen...

Behält man das im Hinterkopf, wird einem erst richtig klar, welche zwei Legenden sich dieses Jahr zusammengetan haben, um ein unfassbares Album aufzunehmen: Es handelt sich dabei um „The Big Bang“ des HipHop 2006, um genau zu sein. Schon jetzt hört man allerorts: Busta Rhymes hat sich mit Dr. Dre und dessen Aftermath-Crew verbündet –, von daher kann dieses Jahr im Leben eines HipHop-Fans nur ein ganz besonders großes werden.

Aber wollen wir mal kein Blatt vor den Mund nehmen: So oder so ist es viel zu lange her, dass Busta der Welt ein neues Album beschert hat. Das weiß natürlich keiner so gut wie Busta selbst. Doch die vergangenen Jahre waren überaus wichtige und prägende für denjenigen Rapper, der vor gut drei Dekaden in Brooklyn, New York als Trevor Smith zur Welt kam. Busta berichtet in seiner klassisch-direkten und doch verschmitzten Art: „Ich bin heute ein ganz anderer Typ, das ist eigentlich auch schon alles, was die Leute wissen müssen. Alles in meinem Leben ist neu. Ich habe einen neuen Vertrag, neues Geld, einen neuen Look, neuen Sound und ein neues Team, das mir den Rücken stärkt. Alles ist von Grund auf neu durchstrukturiert. Das ging los, als ich mein Label wechselte.“

Busta Rhymes

Nach seinem letzten Platinalbum, „It Ain’t Safe No More...“ aus dem Jahr 2002, wusste Busta genau, dass er mit seinem alten Label J Records alles erreicht hatte, was zu holen war. „Sie sind ein großartiges Label für Leute, die singen können“, räumt er ein. „Aber für Leute, die Rap-Alben machen, sieht das schon ganz anders aus. Da machen sie nämlich rein gar nichts. Sämtliche Verkäufe kamen durch meinen persönlichen Einsatz zustande – sie haben nichts dazugetan.“

Also verließ Busta sein einstiges Label gegen Ende 2003 und wurde Teil der unbestritten größten Force im HipHop: Dre und sein Überflieger-Team, das Aftermath Label. Schon zuvor hatten die beiden zusammen gearbeitet, denn Dre hatte bereits drei Tracks zu Bustas „Genesis“-Album beigesteuert (u.a. „Break Ya Neck“). Doch von nun wollten sie ihre Zusammenarbeit noch weiter vertiefen. Schon mit der ersten Single, die Busta auf Aftermath veröffentlichte („Touch It“, 2005), wehte plötzlich ein ganz anderer (Aftermath-)Wind: „Ich hatte noch nie mehr Airplay als mit diesem Song! Noch nie, und das in all den Jahren! Die Aftermath-Jungs sind einfach unglaublich!“

„The Big Bang“ wird aus den verschiedensten Gründen einschlagen wie eine Bombe – doch einer der wichtigsten ist sicherlich Dres zurückgelehnter Produktions-Style. Besagter Style war es auch, der den normalerweise unkontrollierbaren Busta zu neuen Einsichten verhalf. So weiß Busta heute, was er Dre zu verdanken hat: „Geduld war sicherlich mit am wichtigsten bei diesem Projekt, denn Dre lässt sich grundsätzlich nie hetzen; er bleibt immer locker. Er ist mit absoluter Sicherheit der geduldigste Typ, den ich je getroffen habe. Er hat mir schließlich gezeigt, wie wichtig Ruhe und Geduld sind –, man kann sie wie Waffen einsetzen. Der Aufnahmeprozess war daher ein ganz besonderes Erlebnis für mich, eben weil wir die meiste Zeit nur zu zweit im Studio waren. Wir wussten beide, dass wir neue Herausforderungen finden mussten, um letztlich ein Album abzuliefern, das die Grenzen meiner alten Aufnahmen übertrifft und neue Standards setzt.“

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Busta Rhymes
- das neue Album

Und Busta macht keinesfalls Scherze, wenn er von Grenzüberschreitungen redet. Denn man hat es hier tatsächlich mit einem durchweg neuen Busta zu tun, einem, der immer dann einen Club-Banger aus dem Ärmel schüttelt, wenn er sich danach fühlt, und der es zugleich vollbringt, gewichtige Themen zu verhandeln. Als Beweis muss man nur einen Blick auf seine Kollaboration mit dem legendären Stevie Wonder werfen: „Been Through The Storm“ heißt der Sha Money XL (G-Unit) produzierte Track. Busta dazu: „Der Song fühlt sich an wie ein Kurzfilm. Er handelt von Familien, die in die USA kommen, um ein neues Leben anzufangen, ihre Ziele und Wünsche aber niemals verwirklichen können. Auch Dinge, die ich am eigenen Leibe erlebt und beobachtet habe, sind in den Text eingeflossen, denn damals, in Flatbush, Brooklyn, konnte man solche Geschichten an jeder Straßenecke miterleben.“ Über das überraschend langwierige Studioerlebnis mit Stevie hat Busta folgendes zu berichten: „Ich und Stevie hingen cirka sechs Wochen einfach nur ab, bis wir dann schließlich mit den eigentlichen Aufnahmen begannen. Von daher waren wir schon bestens auf einander eingestimmt – auf diese Weise funktionierte alles perfekt.“

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Außerdem hat Busta mit zwei weiteren Künstlern gearbeitet, die jedoch beide inzwischen traurigerweise verstorben sind: Rick James und ODB (Ol’ Dirty Bastard/Wu-Tang). Der Track mit ersterem, „In The Ghetto“, wurde von Green Lantern produziert und ist laut Busta „ein echter Banger über das Leben in der Hood“, während der ODB-Track, „Where’s Your Money“, ihm persönlich am meisten bedeutet: „ODB war ein sehr guter Freund von mir. Er war eine großartige, eine durch und durch charismatische Persönlichkeit –, zusammen haben wir unglaubliche Dinge erlebt. Der Track musste einfach auf mein Album, weil ich sicherstellen wollte, dass seine Familie was zu essen auf dem Tisch hat.“ Busta empfindet besagten Song, einen jazzlastigen Midtempo-Track, heute jedoch als noch trauriger, weil er ihn an die Zeit erinnert, als sie beide große Solo-Erfolge feierten. „Der Song hat viel von den Produktionen der späten Achtziger bzw. frühen Neunziger, mit Jazz-Samples und knallharten Drum-Loops. So fühlte sich HipHop damals an, und ich wollte unbedingt dieses Gefühl einfangen, um einem der wichtigsten Rapper dieser Ära zu gedenken.“

Doch bevor Bustas tanzbare Seite gänzlich unter den Tisch fällt, sollte man vielleicht noch einen Blick auf seine ersten beiden Singles zum Album werfen. Die erste ist „Touch It“, dessen Produktion (von Swizz Beats) einen regelrecht auf die Tanzfläche zwingt. Während der Beat hier recht minimalistisch gehalten ist, wird man um Bustas wahnwitzig-explosiven Vokal-Style und den hypnotischen Chorus nicht herumkommen. Busta mag es, wenn unterschiedliche Elemente zusammenprallen und einen in die Knie zwingen: „Als ich den Beat von Swizz bekam, wusste ich sofort, wie der fertige Track klingen musste“, berichtet er lächelnd.

Doch auch die zweite Single von „The Big Bang“ hält ein Special Treat bereit: „I Love My Bitch“ wurde von Will.I.Am produziert, und neben Busta ist die fantastische Kelis am Mikrofon vertreten. „Der Song ist für mich der Wahnsinn“, erläutert Busta sichtlich stolz auf die Collabo der drei. „Es ist ein Club-Banger und somit der perfekte Auftakt, um den `Big Bang´ loszutreten!“

Auch wenn Dre einen Großteil des Albums produziert hat (er war Executive Producer an der Seite von Busta), hat Mr. Rhymes sich auch nach anderen Talenten umgeschaut, um ein eklektisches Mix von Stilen auf seiner Platte vereinen zu können. Zu den Albumgästen gehören noch u.a. Missy Elliott, Q-Tip (Ex - A Tribe Called Quest) und Raekwon, um nur einige zu nennen. Auf der Liste der Produzenten tummelt sich zudem alles, was Rang und Namen hat: Timbaland, G-Unit's Sha Money XL, Jelly Roll, Green Lantern und J Dilla (rip). Busta dazu: „Ich selbst will dafür verantwortlich sein, wenn ein Album durch die Decke geht. Und auch wenn es sicherlich zu weiten Teilen an mir und Dre liegen wird, wenn dieses Album wie eine Bombe einschlägt, so waren doch noch jede Menge andere Leute beteiligt und für die Qualität verantwortlich. Ich mag es, immer noch ein paar Türen offen zu halten, um neue Elemente in die Musik einflechten zu können.“

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Insgesamt geht es bei „The Big Bang“ um ein einziges, zentrales Anliegen: großartige Musik, die von einem generalüberholten Busta Rhymes in die Welt katapultiert wird; denn dafür kennt man Busta schließlich: er war stets derjenige, der seine Tracks mit einzigartigem Nachdruck abgefeuert hat. Abschließend sagt Busta: „Es war schlichtweg an der Zeit, und die Tatsache, dass wir nichts überstürzt haben, macht alles nur noch besser. Vor ein paar Jahren kam ich an einen Punkt, an dem ich mein Leben verändern wollte – also gründete ich mein Label und änderte den Lauf der Dinge. Danach lief alles wie am Schnürchen. Heute fühle ich mich besser, stehe besser da, und mein ganzer Ansatz ist viel energischer. `The Big Bang´ ist diejenige Platte, an die sich die Leute noch lange erinnern werden, weil sie endlich 100% Busta zu hören bekommen. Weil die Welt jetzt den echten Busta kennen lernen kann!“

Und was macht das Album zu einer Besonderheit im Rap-Game des Jahres 2006? „Weil ICH es bin!“, ruft Busta. „Was braucht man mehr? Keiner kann meinen Rap-Style imitieren. Es gibt nur einen Busta Rhymes, basta!“

Die Platte ist verdammt „big“, sie ist unglaublich „bangin“, und sie ist von Busta. Auf diese drei B’s kann man sich verlassen.




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auf CD


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CD The Big Bang



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Busta Rhymes Single Maxi
Touch it




Video-links:


"Touch it" dirty version:
http://...touchit_rmx_..60.wmv
http://..._touchit_rmx_..300.wmv

"I love my chick"
feat. Kelis and Will.I.am
– Full Length Video Clip:
http://..ilovemychick_uni_60.wmv
http://..ilovemychick_uni_300.wmv

 

Busta schneidet seine Dreads ab:
http://...tvspothaircut_60.wmv
http://...tvspothaircut_300.wmv



Busta Rhymes – Videografie:
http://...video_busta_new




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