Nachdem Eminem im vergangenen Jahr sein "Curtain
Call" -Album veröffentlicht hatte, war lange Zeit ungewiss, ob der
Vorhang für den Rap-Superstar damit endgültig gefallen war. In der
HipHop-Szene wurden immer mehr Stimmen laut, die besagten, dass sein Video
zu "When I'm Gone" (2005) tatsächlich den Abschied des erfolgreichsten
HipHop-Künstlers aller Zeiten bedeuten könnte...
Mit der Veröffentlichung des "Eminem Presents: The Re-Up" -Albums
(VÖ: 01.12.) und der dazugehörigen Single "You Don't Know"
nimmt der Rap-Superstar aus Detroit jedoch sämtlichen Gerüchten
den Wind endgültig aus den Segeln: Er ist zurück!
Dabei war "Eminem Presents: The Re-Up" ursprünglich einzig
als inoffizielles Mixtape-Projekt für die Straße geplant. Das Album
sollte in erster Linie dazu dienen, die neusten Zugänge auf Eminem's
Shady-Label vorzustellen: Stat Quo, Ca$his und Bobby Creekwater.
"Was jedoch geschah, war folgendes: Die Tracks waren einfach zu gut.
Dazu kam, dass die Produktion der einzelnen Stücke so hochwertig war,
wie bei einem regulären Album", berichtete Eminem kürzlich.
"Anstatt es also grob abgemischt und unvollendet zu veröffentlichen,
habe ich mich dazu entschlossen daraus ein vollständiges Album zu machen.
So können wir es in die Läden bringen und die neuen Künstler
ordentlich anschieben.“
Eminem, der einen Großteil der Songs eigenhändig
produziert hat, fungierte auch als Executive Producer von „Eminem Presents:
The Re-Up“. The Alchemist, der in der vergangenen Dekade bereits mit
Rapgrößen wie Cypress Hill, Nas, Snoop Dogg, Mobb Deep und Jadakiss
arbeitete, produzierte ebenfalls einige Tracks und mischte das Album in echter
Mixtape-Manier ab.
Sämtliche Songs, die auf „Eminem Presents: The Re-Up“ enthalten sind, erscheinen erstmalig auf CD. Einzig Stat Quos „Billion Bucks“ und Obie Trices „Cry Now“ (Remix) (produziert von LT Moe) waren bereits auf anderen Mixtapes vertreten. Als erste Single wird „You Don’t Know“ erscheinen, eine Kollaboration von Eminem, 50 Cent, Ca$his und Lloyd Banks. Mit je zwei Künstlern von Shady (Eminem und Ca$his) bzw. aus der G-Unit (50 Cent, Lloyd Banks) unterstreicht die Vorab-Single zugleich die Zusammengehörigkeit der beiden Crews.
The Alchemist hat auf „The Re-Up“ erstmalig die Gelegenheit, mit den Vertretern der neuen Shady-Generation zu arbeiten. Nachdem der renommierte Produzent bereits im vergangenen Jahr als Eminems Tour-DJ (im Rahmen der „Anger Management 3 Tour“) fungiert hatte, begab er sich nach Abschluss der Tour mit den unterschiedlichen Shady-Künstlern ins Studio. Das in Kürze erscheinende Album enthält die einzigartigen Resultate dieser Zusammenarbeit zwischen The Alchemist und den Shady-Künstlern Stat Quo, Ca$his, Bobby Creekwater und Obie Trice.
Zu weiteren Highlights der Compilation zählen u.a. „No Apologies“ von Eminem, „Talking’ All That“ von Ca$his, Bobby Creekwaters „City of Gold“, „Murder“ von Bizarre und Kuniva (sonst Teil von D12) und der „Smack That“-Remix von Akon.
Der aus Atlanta stammende Stat Quo unterzeichnete seinen Vertrag mit Shady Records und Dr. Dres Aftermath Entertainment, nachdem Eminem und Dre ihn erstmalig auf einem Mixtape aus der „Underground Atlanta“-Serie gehört hatten. Creekwater, der ebenfalls aus „Hotlanta“ stammt, wurde sein Vertrag angeboten, nachdem Eminem seine Demos gehört und ihn kurz darauf mit The Alchemist im Studio erlebt hatte. Der schon frühzeitig von Chicago nach Orange, Kalifornien, übergesiedelte Ca$his war zuvor Teil von The Renegadez, einer berüchtigten Underground-Crew von der Westküste.

Zu den Falschinformationen, die in den vergangenen Wochen über „Eminem
Presents: The Re-Up“ kursierten, zählt neben falschen Tracklistings,
die im Internet veröffentlicht wurden, auch das Gerücht, es handle
sich bei dem Mixtape um eine Hommage an den verstorbenen Rapper Proof (von
D12). Der mit Eminem einst eng befreundete Proof war am 11. April 2006 in
Detroit erschossen worden. „Das nächste D12-Album wird ebenfalls
bald erscheinen. Darauf werden dann auch die bis dato unveröffentlichten
Tracks von Proof enthalten sein“, erklärte Eminem. „Bei `The
Re-Up´ handelt es sich jedoch um keine Hommage. Es geht um die neuen
Shady-Künstler, um neue Songs von neuen Talenten. Das beides zu vermischen,
wäre schlichtweg falsch. Es wäre unfair gegenüber den neuen
Talenten; und Proof gegenüber wäre es genauso unfair.“
