Die Höhner mit dem neuen Album "Jetzt und hier"

Höhner

Anfang des Jahres fragten die Höhner so erfolgsgekrönt wie nie zuvor: „Wenn nicht jetzt, wann dann?“. Die logische Antwort lautet nur knapp neun Monate später: „Von mir aus sofort!“ Mit anderen Worten: Die Zukunft des landesweit populärsten Exportschlagers „Kölscher Lebensart“ hat gerade erst begonnen. „jetzt und hier!“. Nach dreieinhalb beständig erfolgreichen Dekaden Karriere und einem goldenen Jahr, in dem die Band eine wahre Flut an Edelmetall-Trophäen verbuchen konnte, blickt das Sextett lieber in die Zukunft und lebt viel zu gerne in der Gegenwart, als dass es sich genüsslich rückblickend auf seinen Lorbeeren ausruht. „jetzt und hier!“ ist Momentaufnahme und Vision zugleich. In introvertierter Selbstbetrachtung kreativ zu sein, war nie ihr Ding. Vom Leben im künstlerischen Elfenbeinturm ganz zu schweigen. Die Höhner-Seele will die Zuhörer packen, direkt und unverschnörkelt in den Arm nehmen. „jetzt und hier!“. Dass es ihnen dabei an Ehrlichkeit und Gradlinigkeit keinesfalls mangelt, haben die Höhner in der Vergangenheit hinlänglich bewiesen. „jetzt und hier!“, der neue Longplayer-Streich der Kölner zeigt jeden einzelnen der sechs Höhner als ehrliche Haut, dessen jeweiliger Beitrag zum neuen Album aus tiefstem Herzen kommt. Hier wird nicht dem schnellen Euro hinterher gehechtet. In ihren dreizehn neuen Songs lassen die Höhner ihre Herzen sprechen. Tröstend, mut machend und stimmungsmäßig dermaßen auf die Vollen hauend, dass garantiert niemand unberührt bleibt. Den sechs Köpfen ist ein Herzenswerk gelungen. „jetzt und hier!“.

Ihr Stilmittel, die Musik, speist sich dabei stärker denn je aus einem unendlichen Kosmos mitreißend differenzierte Töne. Dem urbanen Rock wird Rechnung getragen, obschon er gleichzeitig mit allerlei akustischem Instrumentarium wie Flöte und Akkordeon auf eine grenzenlose, folkloristische Fährte gelockt wird. Im Grunde ist es Folkrock im besten Sinne, der die genuine musikalische Sprache der Höhner auszeichnet. Weil er mit seinem erdigen Aufeinandertreffen von Stromgitarre und Ziehharmonika mitten ins Herz trifft. Weit über regionale Grenzen hinaus. Obwohl er sich vor allem aus der kulturellen Vielfalt speist, die sich innerhalb der Grenzen der Domstadt abspielt. Oder um es mit den Worten von Henning Krautmacher, Hauptvokalist der Höhner, augenzwinkernd zu sagen: „Wenn London der Schmelztiegel der englischen Nation ist, dann gilt das für Köln in Bezug auf Deutschland schon lange. Der Kölner ist das Resultat seiner multikulturellen Sozialisation. Dieser Multikulti-Geist macht unsere kölsche Seele aus. Wir umarmen lieber und schließen alles in unseren Kreis ein, als dass wir ausgrenzen.“ Das gilt den Höhnern nicht nur in politischer, sondern vor allem auch in musikalischer Hinsicht auf „jetzt und hier!“ als Grundsatz. „Irgendwann (ist jeder einmal dran)“, „Mir jeiht et jot“ und vor allem der neue, ultimative Partykracher „Mir kumme mit alle Mann vorbei (Festpiraten)“, stellen mit partytauglichen, ins Bein gehenden Taktungen Höhepunkte des höhnerschen Schaffens dar. Nicht von ungefähr verbeugen sich die sechs Musiker darin vor der Tradition der irischen Folklore, der Glanzzeit des Flötenmeisters von Jethro Tull und ihrer eigenen urkölschen Historie und schaffen damit ein Idiom, das inzwischen, nicht nur „jetzt und hier!“, sondern auch international Aufmerksamkeit auf die sechs Frohbotschafter Kölns lenkt. „C’est la vie“, „Gut so, wie es ist“ und „Von mir aus sofort!“ unterstreichen mit beatle-esquem Harmonieverständnis einmal mehr die melodische Verspieltheit der Höhner und beweisen ein für alle Mal, was Fans der Band schon lange wissen: dass es sich bei Henning Krautmacher, Hannes Schöner, Jens Streifling, Peter Werner, Janus Fröhlich und Ralf Rudnik um musikalische Überzeugungstäter handelt.

Auch was für die Nordlichter:
Höhner - (besonders an Silvester)



Inhaltlich befinden sich die Höhner mit dem neuen Album in der bislang beziehungsreichsten Phase ihrer Karriere. Dramaturgisch äußerst kunstvoll gestaltet, greifen die dreizehn neuen Lieder ineinander, dienen gleichzeitig als Mutmacher und Anti-Depressiva. Von der Selbstreflexion der Eröffnungsnummer „Irgendwann (ist jeder einmal dran)“, über gesellschaftspolitisches wie „Du bes nit allein“, bis hin zum privaten Mikrokosmos in „Ich bin bei Dir“, beschäftigen sich die Höhner ganz mit dem „jetzt und hier!“. „Man kann, wenn man uns richtig zuhört, so etwas wie eine Lebensweisheitsentwicklung feststellen“, erzählt Bassist Hannes Schöner. „Im vorliegenden neuen Album drückt die sich vermehrt durch Beziehungslieder aus. Beziehungen in der Familie, innerhalb des Freundeskreises, aber auch in der Beziehung zur ganzen Welt. Wir erzählen in unseren Liedern in zunehmendem Maße gerne über uns.“ Ihre Beziehung zur Umwelt und ihr Engagement zur Rettung der Artenvielfalt, findet in einer neuen Version des Songs „I’m a part of it“ Ausdruck, den die Höhner dem Naturallianz-Gipfel, der im Mai 2008 in Bonn stattfinden wird, als offizielle Hymne zur Verfügung gestellt haben. „Es ist uns als Band ein Anliegen, das Bewusstsein der Zuhörer anzuheben, ohne es mit schlechter Stimmung zu drücken“, meint Henning Krautmacher. Beweise für ihre lebensbejahende Haltung liefern die Höhner auf „jetzt und hier!“ en masse. Nicht von ungefähr konstatieren sie in „Mir jeiht et jot“, lieber in Dur zu singen, statt in Moll. Sich befreit zu fühlen, ohne die Welt kritiklos hinzunehmen, lautet die Lebensphilosophie der Band, an der sie „jetzt und hier!“ mittels dreizehn neuen Muntermachern teilhaben lässt.

Früher hatten die Erfolg, die so taten als ob. Die Qualität unserer Zeit drückt sich nicht zuletzt im Erfolg solcher Künstler aus, die sich so darstellen wie sie sind. An deren Speerspitze stehen die Höhner. Weil bei ihnen Grundwerte wie Gemeinschaft, Zusammengehörigkeitsgefühl und das Bekenntnis zur Feierlaune über die Rampe kommen, die in dieser individualisierten Zeit begierig aufgenommen werden. Und weil man unmittelbar feststellt, dass diese Werte von den sechs Musikern nicht nur dargestellt, sondern tatsächlich gelebt werden. Das darf mit Verlaub nach 35 Karrierejahren getrost als Kunststück bezeichnet werden. Als ein Stück Kunst, das vorgestern das Rheinland, gestern die komplette Republik und heute das europäische Ausland beeindruckt. Schon morgen könnte sich das außereuropäische Ausland mitreißen lassen, von den „Festpiraten“, die endlich einen Neologismus für ihr garantiertes Auftauchen bei jeder fetzigen Party gefunden haben. Aber was heißt schon Ausland bei einer Band, die sich zur ganzen Welt bekennt? Genau da gehört sie hin. In eine Welt ohne nationale, religiöse oder stilistische Grenzen. Kurzum ins „jetzt und hier!“.

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