Das neue Album von Keane


Keane

Sommerabendmusik

Es bleibt dabei und das wird viele freuen:
Keane bleiben sich treu und machen weiterhin träumerische Klänge für schöne Abende, nach Möglichkeit zu zweit.
(Okay, zu dritt gehts zur Not auch, gibt aber öfters Ärger, da ist nachher noch Metal angesagt ;-)    )
Nee, Spaß beiseite, das ist wieder ein richtig schönes Album geworden. Aufregend, aber nicht aufregend, eher anregend. Hört mal rein.



Biographie


Aufgewachsen sind wir in einer südenglischen Kleinstadt namens Battle, wo wir auch gemeinsam zur Schule gingen. In Battle gibt’s eigentlich nicht viel zu tun, aber gegen Ende der Achtziger, während der Schulferien, in denen wir normalerweise hauptsächlich Fußball spielten, entdeckten wir schließlich die Musik für uns; von da an taten wir das, was die meisten Kids in diesem Alter machen: wir tauschten unsere Lieblingsalben aus und diskutierten den ganzen Tag über alle möglichen Musiker.

Tim nahm in der Schule ab und zu Klavierunterricht, doch schon bald langweilten ihn die endlosen Notenblätter und Klassische Musik überhaupt, also setzte er dem ein Ende, fand aber zufällig heraus, dass er nach nur einer Hand voll Unterrichtsstunden schon in der Lage war, Songs von Buddy Holly zu spielen. Von da an ging’s für ihn richtig los: die kommenden Jahre verbrachte er mit Coverversionen seiner Lieblingssongs, die er auf einem Casio Keyboard einspielte; dazu programmierte er mit einem Sequenzer und schrieb schließlich sogar seine eigenen Songs, die er dann seinen Freunden vorspielte.

Keane

Als Rich schließlich das Schlagzeug für sich entdeckte, fingen wir an, gemeinsam Musik zu machen – wir suchten uns einen Gitarristen, Dominic Scott, und fanden schon bald darauf auch einen Sänger: Tom.

Musik war schon damals alles, was wir im Kopf hatten. Es gab nichts Spannenderes. Außer den Kassetten in unseren Walkmans und einer Reihe von Beatles-Songbüchern, hatten wir jedoch niemanden, der uns etwas beigebracht hätte. Darum dauerte es auch eine Weile, bis wir unsere Instrumente beherrschten und gute Songs schreiben konnten. 1999 zogen wir dann gemeinsam nach London, um uns auf die Suche nach einem Plattenvertrag zu machen –, von da an wollten wir die Welt erobern.

Zwei Jahre später, noch immer ohne Vertrag, zudem um ein Bandmitglied geschrumpft, flohen wir jedoch schon wieder zurück aufs Land: wir waren pleite und desillusioniert, litten unter den Nachwirkungen von aussichtslosen Jobs, die wir tagsüber hatten annehmen müssen, wie auch von unergiebigen und schier endlosen Sessions in düsteren Studios, die wir bei Nacht aufgesucht hatten.

Keane

Unsere Rettung war schließlich – wie schon zuvor – die Musik selbst, denn wir erhielten ein Angebot, in ein heruntergekommenes Bauernhaus in Frankreich zu gehen, um dort an neuen Demos zu arbeiten. Die alten Gitarren-Spuren flogen in die Tonne, und nach und nach bastelten wir an einem gänzlich neuen Sound. Klavier und Keyboards waren plötzlich das zentrale Element, und Toms Stimme hatte somit endlich genügend Platz, um sich gänzlich entfalten zu können. Also verließen wir Frankreich wieder und konnten es kaum abwarten, die neuen Songs vor einem Publikum zu spielen.

Im Januar 2003 erhielten wir dann endlich die Chance, eine erste Platte zu veröffentlichen: auf dem legendären Indie-Label Fierce Panda, deren Boss uns im „12 Bar Club“ in London auf der Bühne gesehen hatte. Als nächstes gingen wir in unsere Heimatstadt Battle, um an „Everybody’s Changing“ zu arbeiten. Der Song wurde vom BBC-Radio-1-DJ Steve Lamacq zur „Single der Woche“ erklärt; kurz darauf zogen auch andere Radiostationen nach. Als die insgesamt 500 Exemplare, die wir hatten anfertigen lassen, allesamt verkauft waren, konnten wir’s kaum fassen. Wir machten unsere erste Tour durch Großbritannien, spielten abwechselnd vor ausverkauften bzw. ausgestorbenen Hallen. Benzin und Essen konnten wir Tag für Tag mit der Gage des Vorabends finanzieren – wir hatten das Geld immer in einer kleinen Brotdose dabei...

Natürlich war eine Band, die es in Eigenregie geschafft hatte, im Radio gespielt zu werden und auf UK-Tour zu sein, regelrecht ein Magnet für große Labels... Also unterschrieben wir einen Vertrag, der uns uneingeschränkten, kreativen Freiraum garantierte. Dann, gegen Ende 2003, zogen wir uns in ein kleines Studio namens Helioscentric zurück, um dort unser Debütalbum „Hopes and Fears“ aufzunehmen, das wir, gemeinsam mit Andy Green, auch selbst co-produzierten. Als alles aufgenommen war, gingen wir gleich wieder auf Tour.


 

 

Under The Iron Sea von Keane


Keane

Wir veröffentlichten „Hopes and Fears“ im Mai 2004.

Die Fortsetzung unserer ersten Tour brachte uns in den kommenden achtzehn Monaten um die ganze Welt – wir spielten an jedem nur erdenklichen Ort. Im Jahr 2004 absolvierten wir insgesamt vier UK-Tourneen, tourten fünfmal durch die USA – wobei wir u.a. mit U2 im Madison Square Garden auftraten – und waren auch in Mexiko, Japan, Australien und Europa. Wir spielten jedes Festival, das sich mit unserem Terminkalender vereinbaren ließ. Und schließlich traten wir sogar im Rahmen des „Live 8“-Konzerts in London auf.

„Hopes and Fears“ wurde weltweit über 5 Millionen Mal verkauft. Wir gewannen im Jahr 2005 zwei Brit-Awards („British Breakthrough Act“ und „Best Album“), den „Best-Album-Award“ vom Q-Magazine und wurden schließlich sogar in der Kategorie „Best New Act“ bei den Grammys nominiert. Dennoch wurde uns irgendwann klar, dass zu viele Live-Shows ganz schön an die Substanz gehen – wir mussten also zurück ins Studio, wollten mal wieder zu Hause schlafen. Seit der Veröffentlichung von „Hopes and Fears“ hatten wir jede noch so kleine Gelegenheit genutzt, um bereits neues Material aufzunehmen. Im Oktober 2005 gingen wir dann direkt ins Studio, um gemeinsam mit Andy Green die Arbeit an unserem Nachfolger zu beginnen. Im Dezember waren wir auch mit den Aufnahmen zum zweiten Album fertig.

Das neue Album „Under The Iron Sea“ wurde sowohl im „Magic Shop“ in Soho, New York, wie auch in den, „Helioscentric Studios“, in der Nähe von Battle, aufgenommen.

Keane

Während der Aufnahmen, die zur neuen Platte führten, machten wir uns folgendes zur Aufgabe: All unsere Ängste sollten zum Vorschein kommen, wir wollten kein Blatt vor den Mund nehmen und gleichermaßen unsere Beziehungen innerhalb der Band, wie auch diejenigen mit anderen Menschen bzw. der gesamten Welt, in die neuen Songs einfließen lassen und insgesamt die dunkelste Seite von uns nach außen kehren.

So war die Atmosphäre während des Schreibens bzw. während der Aufnahmen unfassbar intensiv – eine Atmosphäre übrigens, die man in den daraus resultierenden Songs und Sounds deutlich raushören kann. Die neuen Stücke kann man wohl als unheilvolle Märchenwelten beschreiben, in denen stets die dunklen Aspekte dominieren. Es ging uns um ein Gefühl der Verwirrung, eine Benommenheit, die von einem düsteren Ort unterhalb eines undurchdringlichen, eisernen Meers versinnbildlicht wird; daher auch der Titel. Um diese komplexe Gefühlswelt transportieren zu können, kreierten wir komplett neuartige Sounds: wir nahmen beispielsweise ein altes E-Piano und eine Reihe analoger Synthesizer, dir wir dann wiederholt durch Gitarreneffekte schickten... die daraus resultierenden Klangwelten oszillieren zwischen erschütternd und rhythmisch... manchmal sind es schier überdimensionale Klangwände aus Verzerrung.

Wir schrieben, sangen und performten mit einer Energie, Intensität und sogar Wut, wie man sie auf unserem Vorgänger in keinem einzigen Song finden konnte.

Außerdem war der visuelle Aspekt für dieses Album sehr wichtig. Den Anfang machte eine Zusammenarbeit mit Irvine Welsh („Trainspotting“) für den Song „Atlantic“ – so wie wir von seinem Werk inspiriert sind, konnte auch er massig Inspiration in unserer Musik entdecken. Der daraus resultierende Film von ihm ist exakt diejenige, visuelle Umsetzung, die wir uns erhofft hatten.

Wir haben „Under The Iron Sea“ geschrieben, weil wir eine Platte machen mussten, die uns auf ein Neues bestätigt, dass wir am Leben sind.

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„UNDER THE IRON SEA“ erscheint am 9. Juni auf Island/Interscope Records.

„ATLANTIC“, der erste Song des Albums, wurde bereits am 21. April als Video-Download veröffentlicht. Der Film ist eine atemberaubende Zusammenarbeit von Keane mit Irvine Welsh, dem Autor von „Trainspotting“.





CD Keane:
Under the Iron Sea



Keane

CD
KEANE
UNDER THE IRON SEA




Tom Chaplin – Gesang
Tim Rice-Oxley – Klavier/Bass/Gesang
Richard Hughes – Schlagzeug/Gesang




Keane



 ÜBERSICHT DVD / CD

 HP KEANE

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Texte / Fotos:


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