Mias neue CD Zirkus

Mia
„Lieb mich, hass mich, ist mir ganz egal. Hauptsache, du hast eine Meinung zu dem, was ich tue, und stehst dazu. Das ist das wichtigste. Alles andere zählt nicht.“
(Mieze Katz, September 2004)

Wer Mia kennt, hat eine Meinung. Eine gute, eine schlechte, wie es jedem beliebt. Angefeindet, vergöttert, auf den Olymp gehoben und in die Hölle geschickt. Jubelnde Fans, böse Verrisse, die Band ist das gewohnt. Das geht seit ihrem Album „Hieb- und Stichfest“ so. Hauptsache polarisieren, alles andere wäre Mittelmaß.
Und Mittelmaß ist schlimmer als der Tod.2005 tourte sich die Band den Arsch ab. Spielte dort, wo man sie ließ und hören wollte. Mia kam rum. Deutschland, Polen, sogar Asien. Japan kreischte so laut, dass die Band verspreche musste, wieder zu kommen. Ein Affenzirkus. Und schon sind wir mittendrin.
Nun kommt ZIRKUS. Ist es wirklich schon das dritte Album? Eine Frage, die sich nicht nur Sängerin Mieze Katz stellt. Wo ist die Zeit geblieben? „Ich habe bei der Arbeit im Studio darüber nachgedacht, dass wir nächstes Jahr Jubiläum feiern. Mia gibt es dann zehn Jahre gibt, trotz der ganzen Hektik und dem Stress. Das ist ein Geschenk, das wir alle Musik machen und uns so gut verstehen und immer noch Bock auf uns haben. Das ist für mich spürbar gewesen, viel intensiver noch als bei der Arbeit an ‚Stille Post’.“
 
Die Band ist gereift, das hört man. Die fünf haben sich aufeinander eingeschossen. Die Songs klingen erwachsener, irgendwie erhabener. Draller Pop, Drive, Go-Beats, Aha-Effekte – das ganze Album steckt voller Experimente. Überraschungen lauern an jeder Ecke, alles kann passieren.
 Und darum geht’s. Es ist eine Art Konzept, das hinter dem neuen Album steckt. Mit einem programmatischen Titel. ZIRKUS. Pralles Leben. Große Gefühle, Emotionen, das ganze Theater. Varieté, Fantasie, die Bühne und alles, was davor und dahinter passiert. Es geht um Illusionen, Magie, Faszination und Spektakel. „Die Idee ist im Studio beim Brainstorming mit Nhoah, Inga und Staab von unserem Label ‚R.O.T.’ entstanden“, sagt Mieze. „Jeder sollte seine Ideen auf den Tisch packen, und plötzlich war „Zirkus“ da. Wir haben festgestellt, dass uns das Thema alle fasziniert. Als Künstler hat man bei diesem Thema alle Freiheiten.“
 
Kein Wunder also, dass das Album eine echte Spielwiese ist. Manege frei, Vielfalt heißt das magische Zauberwort, textlich wie akustisch. Da hört man Vibraphon, Glockenspiel, Horn, Trompete, Becken, Akkordeon, das Quintett hat vor nichts halt gemacht. „Wir haben mit so vielen Instrumenten gearbeitet, wie fühlten uns wie Zigeuner“, sagt Mieze. „Es macht Spaß, auf ZIRKUS in die verschiedenen Rollen zu schlüpfen und mit einem Augenzwinkern dem anderen die schlimmsten Sachen mitten ins Gesicht zu sagen.“
 Nie zuvor haben Mieze, Andi, Bob, Ingo und Gunnar mit soviel unterschiedlichen Stilen und Elementen experimentiert. Dabei merkt man, wie sich die Band vom einstigen Elektropunk entfernt hat. Das Album ist die große Geste, überhaupt ist ein Funken mehr Drama zu hören als noch bei „Stille Post“ oder gar „Hieb und Stichfest“. Natürlich zählen auch die ganz kleinen Zwischentöne. Mieze: „Wir haben versucht, ein körperliches Gefühl mit der Musik zu schaffen. Das fängt richtig an, unter den Fingernägeln zu brutzeln.“
 
Songs wie „Floß“ oder „Dann war das wohl Liebe“ klingen ungeheuer sensibel und intim. „Bamboleo“ ist ein Coversong, einst gesungen von den Gipsy Kings. Mieze und ihre Jungs hauchen dem Song mit einem fein getunten Text auf deutsch neues Leben ein, intensives, intimes. „Es ist mein Leben / so will ich es eben / ich schwanke ich taumel und wanke / ich zieh es vor, mein Leben so zu leben.“ „Tanz der Moleküle“, die erste Single, ist dagegen ein schnörkelloser Popsong mit einem stetig vorantreibenden Beat, fürs Radio wie geschaffen – so hören sich Sommerhits an. „Die Leute sollen wieder Bock auf uns haben und unsere Lust an den neuen Songs teilen“, sagt Mieze. „Klar macht es Spaß, im Studio zu arbeiten und zuzusehen, wie die neuen Titel größer und größer werden. Aber wir sind jetzt wieder heiß auf die Bühne, und es wird uns eine riesengroße Freude sein, die Sachen live zu spielen. Zu Songs wie „Hungriges Herz“, „Ökostrom“ oder „Was es ist“ habe ich Bilder voller Emotionen und Leben im Kopf – ich brauche das jetzt auch für die neuen Lieder.“
 
Mitgewirkt an ZIRKUS hat auch M, Musiker und Produzent aus Frankreich. Als er in Berlin war, hat man den Mann gleich zu gemeinsamen Aufnahmen ins Label-Headquarter von „R.O.T.“ gelotst. „Superaufregend, das hat viel Spaß gemacht“, sagt Mieze. Gemeinsam arbeitete man den Song „Je T’aime“ um, der in Frankreich bereits ein Riesenhit war, um. Aus „Je T’aime“ wurde „M“ – Mieze singt auf deutsch und spielt Akkordeon dazu, zum ersten Mal übrigens. „Öfter mal was neues und keine Angst dabei.“ Den richtigen Schliff hat den Songs Mia-Produzent Nhoah verpasst. „Wenn wir im Studio arbeiten, wird er zu unserem sechsten Bandmitglied. Das Album hat Nhoahs Gesicht, ich sehe ihn ständig darin. Das ist wunderbar, gelöst von allem loszulegen und dann später zu merken ‚Wow, das klingt ja nach uns’.

 Der Mensch braucht Träume. Mit ZIRKUS schaffen Mia jede Menge. Elektropunk war gestern. Mia sind im Hier und Jetzt angekommen. Draufgängerisch sein, aber trotzdem Herz zeigen. Wagemutig, und gleichzeitig entspannt klingen. Und überhaupt, was heißt denn Punk? „Das man nach einem Heavy-Metal-Album eine Klassikplatte herausbringt“, sagt Mieze. „Punk ist, nach seinen eigenen Maßstäben das zu machen, was man will. Und sich nicht nach anderen richtet.“

 Sich nach anderen richten? Haben Mia nie gemacht. Aber Mut zur Veränderung haben sie. Danke dafür, weitermachen! Und bitte nicht nur bis zum Jubiläum nächstes Jahr.


 

 


MIA:
Tanz der Moleküle
Die Maxi

Eine Sommerbriese spielt um unsere Nasenspitze.
Glaubst du wie ich daran, daß alles gut sein kann solange wir zusammen sind?

Ob Arctic Monkeys, Alter Ego oder The Streets - immer wieder zieht es uns thematisch raus aus der Bude, rein ins Getümmel, in den Club ins Theater, auf jeden Fall an die Bar und auf die Tanzfläche.

Mia

Auf der Suche nach Zerstreuung und Abenteuer,
auf der Suche nach etwas das uns zeigt – „ich bin am Leben“.

Es hat mich schon immer gereizt Dinge und Momente durch die Augen von anderen zu sehen.

Diese Single ist ein Versuch in diese Richtung.
Ich und du. Vielleicht ist es das, wonach ich mich sehne.

Ein Blitz, ein Zauber. Nichts ahnend, alles erwartend ist sie da, die Liebe, “zwischen all den schönen Souvenirs (Zitat Tanz der Moleküle)“

Mia

Der Tanz der Moleküle, die Chemie ist genauso wie das was auf der Tanzfläche passiert oder in meinem Bauch, fünf Sekunden bevor es auf die Bühne geht.

Das ist Lebensfreude auf einem silbernen Tablett serviert.
Es ist eine andere Beschreibung für das Leben.
Unser aller, kleinster gemeinsamer Nenner.

Mieze Katz... „bricht das Eis“ (Zitat Tanz der Moleküle)

Mia




Heinrich Heine
auf CD


MIA

Album ZIRKUS
von Mia



MIA

MIA - Maxi
Tanz der Moleküle






Heinrich Heine




 ÜBERSICHT DVD / CD

 MIA rockt
 Jazzecho

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Text/Bilder:
© R.O.T. Sony/BMG / Vollkontakt








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