Moke Debüt CD Shorland


Moke

Hollands bestangezogene Band mit ihrem Debüt "Shorland" (30.1.2009) .

Holland war bislang ein kreideweißer Fleck auf der musikalischen Landkarte. Ein klangliches Bermudadreieck, aus dem zwar manchmal grünliche Wolken aufstiegen, aber richtig große Bands waren in diesem Nebel kaum auszumachen. Mit der Veröffentlichung von „Shorland“, dem Debütalbum von Moke, ist das Schattendasein der niederländischen Musikszene jedoch endgültig vorbei: Europäische Riesenfestivals? Abgehakt. Konzerte im Vorprogramm von Paul Weller? Abgehakt, mehrfach sogar. Tourneen mit Bands wie Razorlight, Keane oder The Kooks – warum eigentlich nicht?! Berücksichtigt man dann noch ausverkaufte Club-Touren, große TV-Auftritte und die Tatsache, dass selbst der Musik-Connaisseur Karl Lagerfeld sie unbedingt mit seiner „K Karl Lagerfeld“-Kollektion ausstatten wollte, steht außer Frage, dass die Band aus Amsterdam auf der Überholspur unterwegs ist: Moke sind gekommen, um dem Rest der Welt zu zeigen, wie man Rock’n’Roll auf Holländisch buchstabiert.

Wer „Shorland“ zum ersten Mal hört, kann sich auf zehn eingängige Songs gefasst machen, die auf den Punkt produziert und mit unfassbarer Lässigkeit vorgetragen sind. Es sind Songs, mit denen man ein ganzes Königreich stürzen könnte, um danach gleich noch eine weitere Provinz zu erobern: Fesselndes Songwriting, überdimensionale Melodien und Texte, die ordentlich Tiefgang haben, ohne dabei nach erhobenem Zeigefinger zu klingen. Bis ihr Debütalbum jedoch im Kasten war, hat die Band eine Reihe von Metamorphosen durchlebt: „Es war wie in dem Film `Die Glorreichen Sieben´“, berichtet Sänger Felix Maginn. „Der Held muss sich Verstärkung holen, um sein Dorf erfolgreich gegen die Revolverhelden verteidigen zu können.“ Die Revolverhelden wären in diesem Fall angesagte Hipster-Bands aus Amiland oder UK – mit denen es Moke locker aufnehmen können. „Die besten Freunde lernt man im Schützengraben kennen“, fügt Gitarrist Phil Tilli hinzu. „Es gibt in ganz Holland nur einen einzigen Menschen, mit dem ich eine Band gründen würde; und dieser Mensch ist Felix“, sagt er weiterhin. Außerdem gehören Schlagzeuger Rob Klerkx, ein alter Buddy von Maginn, Keyboarder Eddy Steeneken und Bassist Marcin Felis zur Band.

Obwohl sich Moke schon mit dem Bandnamen vor ihrer Heimatstadt verneigen – Amsterdam wird von den Einheimischen liebevoll „Mokum“ genannt –, stammen nicht alle Mitglieder aus dem Tulpen-Staat: Felix Maginn, der Sänger und Frontmann, kam in Belfast zur Welt. Er hat die religiösen Konflikte in Nordirland am eigenen Leib erfahren. So handelt der „Emigration Song“ z.B. davon, wie er seinem Heimatland irgendwann den Rücken kehren musste. „Mir blieb keine andere Wahl: Ich konnte mich dort nicht verwirklichen“, berichtet er. „Gewiss kann man einen Menschen rein geografisch aus Irland verpflanzen, doch du wirst ihn nie wirklich von Irland trennen können.“




CD Shorland von der Band Moke


„Für mich ist Rock-Musik mehr als nur ein paar Akkorde auf der Gitarre und ein Schlagzeug“, sagt er weiterhin. „Die Songs müssen den nötigen Tiefgang haben. Insgesamt würde ich die Aussage unseres Albums als eher optimistisch beschreiben: Konzentriere dich auf die Zukunft; wenn wir weiterkommen wollen, müssen wir uns zusammenraufen und die Dinge in Angriff nehmen.“ Seine intelligenten Texte über Hoffnung, Liebe, Krieg und Frieden breitet er über Britpop- und Indie-Melodien aus, die seine Kollegen immer wieder mit Post-Punk- und New-Wave-Elementen unterfüttern – eine Mischung übrigens, die im Club ebenso gut funktioniert wie im Stadion.

Moke

Schließlich soll hier auch nicht verschwiegen werden, dass ihre ersten Fans aus dem Fußballlager stammten: Im holländischen Fernsehen wurden die Highlights der Champions League bereits weit vor der Veröffentlichung ihres Debütalbums mit dem Song „Last Chance“, ihrer ersten Singleauskopplung, untermalt. Das wiederum bescherte ihnen eine Umarmung von Johan Cruyff, dem besten holländischen Fußballer aller Zeiten, als sie bei der „Fußballer des Jahres“-Gala auftraten und ihren Song vor mehreren Millionen Fernsehzuschauern präsentierten. Nach Auftritten bei den großen europäischen Festivals (unter anderem Lowlands, Pinkpop, Sziget) und unzähligen Vergleichen mit Interpol und Editors, durften sie als erste holländische Band beim „London Calling Festival“ im Amsterdamer Paradiso spielen, um gegen Ende des Jahres als einziger nationaler Act in den Spitzenregionen der Kritikercharts aufzutauchen. Und nachdem sie zuletzt unter anderem beim SXSW und bei der Popkomm für Furore gesorgt haben, kommt spätestens jetzt keiner mehr an „Hollands bestangezogener Band“ (Esquire) vorbei.

Paul Weller, der die überfliegenden Holländer schon im Winter 2006 für zwei Konzerte nach London holte, ist übrigens – gemeinsam mit Karl Lagerfeld – noch immer ihr größter Fan: Erst im Oktober hat er Moke für eine zweite ausgiebige Tour engagiert. Außerdem klebt auf „Shorland“ ein roter Sticker, auf dem der legendäre „Modfather“ zitiert wird: „FUCKING SMASHING TUNES“. Besser kann man es nicht auf den Punkt bringen.

Moke sind:
Felix Maginn – Gitarre, Gesang
Phil Tilli – Gitarre
Marcin Felis – Bass
Rob Klerkx – Schlagzeug
Eddy Steeneken – Keyboard







CD Shorland
von Moke



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