Es geht ab: Das 2009er Album von PRODIGY - Invaders Must Die


Endlich. Ab Februar 2009 kann wieder kräftig abgetanzt werden. Sie sind zurück, die Könige unter den Technopunks: THE PRODIGY haben ihr neues Album am Start! Und sie können es noch: Es Auf "INVADERS MUST DIE" wird aus allen Rohren gefeuert, bis die Schwarte kracht.

"INVADERS MUST DIE" hat alles, was man braucht - eine konsistente Sammlung von Bangern, die aus einem Rohr feuern! Die nächste Auffäligkeit auf "Invaders Must Die" ist, wie melodiös es ist. Nicht nur vokalistisch (wobei erwähnt sei, dass sowohl Keith als auch Maxim ihre besten Performances bis dato an den Tag legen) sondern auch im Sinne der Keyboard Hooklines (teilweise im Stil der Hardcores Blütezeit!). Das Album donnert wie die Mutter aller Drogenkicks, lässt sämtliche Haare kräuseln, das Rückrat springen und die Lippen zittern. Aber Achtung:  Wir reden hier von keinem Retro Hands-In-The-Air/Wasser-für's-Publikum Nostalgie Trip. Die Stücke sind betankt mit tollwütig knurrenden Punk-Rotz Sound. Das Album zeigt mit jedem Track seine Eckzähne und wird aller höchstwahrscheinlich nach der Hauptschlagader seiner Hörer schnappen und ihnen ihr Wasser klauen und sie dabei auslachen. Tatsächlich hat der oft übersehene dämliche Humor der das Herz der Band ausmacht hier volle Präsenz.

Prodigy

Biographie von Prodigy



Wir befinden uns hinter den klaustrophobisch anmutenden vier Wänden einer versteckten Dachbodenwohnung irgendwo in West London. Die schweren violetten Vorhänge die die Wände zieren scheinen die schwach beleuchteten Ausmaße des Raumes zu dezimieren, während der Bildschirmschoner eines riesigen Monitors das Grün eines langen heissen Sommers in den Raum wirft.

Das Abbild ländlich feudaler Ruhe ist das einzige Fenster zur Außenwelt. Bei näherer Betrachtung offenbahrt sich allerdings ein Realitätsbruch innerhalb des Stillebens. Inmitten der rustikalen Overtüre befindet sich ein gestohlenes, ausgebranntes Auto - eine Zunichtemachung von England's ländlichem Idyll und fast wie eine Bildstörung des grünen, angenehmen Landschaftsportraits.

Es ist mehr als ein gewöhnlicher Bildschirmschoner, nämlich eines der entfremdeten Imitatsgemälden des berüchtigten Malers und Graffitikünstlers Banksy. Das Bild ist die perfekte Begleiterscheinung zur auditiven Attacke, die aus den Zimmerlautsprechern hämmert. Schweissbadende Basslines donnern mit adrenalin-pumpender Breakcore Attitüde – rasende Keyboard Hooks brechen herein wie zukunftsweisende Flashbacks – Gitarren knarzen, Stimmen knacken.

Prodigy

Es ist der Sound von THE PRODIGY – die Vermischung der Genres, die Verzerrung der Vergangenheit und die Veränderung der Zukunft. The Prodigy fallen in den gemütlichen Status Quo der Musikwelt ein und bilden einen rotzigen Schandfleck in Englands Traumlandschaft. The Prodigy mit ihrer kurzen und knappen jedoch messerscharfen Absichtserklärung, noch immer underground, noch immer ihrem eigenen Traum gerecht.
INVADERS MUST DIE ist das fünfte Album einer Band, die als Synonym dafür gilt, urbane Störbilder in das scheinbare Idyll zu transportieren, wie ungebetene Gäste die die Landschaft beschmutzen. Diese Band hat ihren eigenen Trampelpfad geschaffen. Ihr kantiges Debütalbum “Experience” mit seinen psychotischen Revoluzzer Breaks lieferte den Soundtrack zur Acid und Rave Glanzzeit, in einer Phase in der Dancekünstler in der Regel nicht im Albumregal zu finden waren.

Das Nachfolgealbum “Music For The Jilted Generation” bediente sich bei satten, rockigen Gitarrensounds, verband Metal mit kranker Beat-Alchemie und sorgte dafür das die Band die Rockbühnen stürmte in einer Phase in der Dancekünstler nur bei Raves spielen sollten.

Als 1998 “The Fat Of The Land” erschien und die Singles ('Firestarter', 'Breathe', 'Smack My Bitch Up') von MTV in Beschlag genommen wurden eroberten The Prodigy weltweit die Festivals, spielten als Headliner auf den Bühnen, die eigentlich für Rockacts vorgesehen waren und standen wie Götter dort, wo andere presse-freundliche Künstler sich nicht behaupten konnten – Dancekünstler waren bisher nicht eingeladen.

Mit “Always Outnumbered, Never Outgunned” (2004) wendete sich der Sound und Vibe der Band erneut: Weg von den Live Shows und arenen-füllenden Konzerten, zurück zum Underground der versucht hatte Ihnen den Rücken zuzukehren. In alter Hausstürmer Marnier und ohne Einladung antworteten The Prodigy allen Nein-Sagern mit einem außergewöhnlichen Set erstaunlich straighter Electro-Punk-Klassikern. Es war ein DJ Beats Album, das live nicht spielbar war und das von einem Act, der den Begriff des Live Gigs am Nackenfell gepackt hatte und ihn zu etwas ganz eigenen neudefiniert hatte! Das war nicht die Mission von The Prodigy.

“Always Outnumbered, Never Outgunned” war sowohl ein Befreiungsschlag für den Produzenten und Formant der Band Liam Howlett als auch eine Chance für The Prodigy den Resetknopf zu drücken. Die im darauffolgenden Jahr erscheinende Greatest Hits Scheibe “Their Law” war nicht nur eine Erinnerung daran, wie sehr die Band die Musikepoche der Gegenwart definiert hatte, sondern stellte sie der Welt erneut als eine der besten Livebands vor. Bei der Arena-Tournee die der Veröffentlichung folgte, vollbrachten The Prodigy einen wahren Voodoo-Zauber mit ihren Rave-Klassikern: Überarbeitete und “neugemixte” Versionen ihrer druckvollen Hits erinnerte alte Raver und junge Rocker gleichsam, was für eine geballte Ladung Kraft die Band ist. Vor allem aber erinnerte es The Prodigy wie wichtig es war, live zu rocken!

Die Tour brachte die besten Performances der Bandkarriere hervor und gab ihr die Inspiration für ihr nächstes Set – ein Album dafür geschaffen live zu spielen mit kurzen bündigen Tracks und mit Verzicht auf übertriebene Spielereien die man üblicherweise mit Dancemusik assoziert. Eine Sammlung von Tracks die ungewollt wie ein hässlicher Ausschlag auf der Fassade kontemporärer Kultur landet, Tracks die aus der Schlacht gegen die negativen Belegung von Außenseitern als glorreiche Sieger hervorgehen. Wieder einmal spielen The Prodigy nach keinem vorgeschriebenen Drehbuch.

Das erste, was beim Hören von “Invaders Must Die” auffällt ist wie komplett und in sich geschlossen es als Album klingt. Die vorherigen Werke hatten immer ihre schwachen Momente, Tracks die nicht ganz passen oder sie hinterliessen gar das Gefühl , dass Album war ein paar Nummern kurz geraten für sein eigentliches Ziel! “Invaders” hingegen hat alles, was man braucht – eine konsistente Sammlung von Bangern, die aus einem Rohr feuern! Die nächste Auffäligkeit auf “Invaders Must Die” ist, wie melodiös es ist. Nicht nur vokalistisch (wobei erwähnt sei, dass sowohl Keith als auch Maxim ihre besten Performances bis dato an den Tag legen) sondern auch im Sinne der Keyboard Hooklines (teilweise im Stil der Hardcores Blütezeit!). Oh ja, wenn es etwas gibt, was The Prodigy bei ihrer “Their Law” - Tournee mitgenommen haben, dann ist es die Tatsache, dass die Old-School Rave Hymnen noch immer richtig rocken - und das sie mindestens ebenso ikonisch für ihre Generation sind, wie es der Punk für die mitt-vierziger war.

Somit ist “Invaders” überbestückt mit Referenzen an die Free Party Generation der frühen 90er Jahre. Das Album donnert wie die Mutter aller Drogenkicks, lässt sämtliche Haare kräuseln, das Rückrat springen und die Lippen zittern. Aber Achtung: Wir reden hier von keinem Retro Hands-In-The-Air/Wasser-für's-Publikum Nostalgie Trip. Die Stücke sind betankt mit tollwütig knurrenden Punk-Rotz Sound. Das Album zeigt mit jedem Track seine Eckzähne und wird aller höchstwahrscheinlich nach der Hauptschlagader seiner Hörer schnappen und ihnen ihr Wasser klauen und sie dabei auslachen. Tatsächlich hat der oft übersehene dämliche Humor der das Herz der Band ausmacht hier volle Präsenz. Hier kann man exemplarisch “Colours” nennen, den ersten Tune den The Prodigy für ihr Album aufgenommen haben. Mit seinem Synthesizer Riff klingt der Song als hätte man “No More Heroes” von The Stranglers genommen und mitten auf einer Underground Rave in den 90ern ausgesetzt. “Thunder” kommt wie eine Bastard Mische aus “Out Of Space”, den besten Roots Rockern aus dem Studio 1 und Rasiermesser Ambient Sound.

 

 



 




Endlich: Prodigy mit neuem Album


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“Take Me To The Hospital” lässt Keith und Maxim über ein Vintage Prodigy Riff flexen. Angemessen rostig-dirty, verzerrt und mit dringendem Bedarf nach seiner Medizin speit der Track Feuer wie der Soundtrack zu Dante's Inferno/einem Katastrophenfilm. Der Live Favorit (und Band Website Download) “World's On Fire” entflammt ein brennendes Melo-Thema, und groovt als wäre er vom zweiten Album “Music For The Jilted Generation”. Das ganze wird fein mit dem klassischen zerhackten Rave Sample serviert. Dieser Tune hat genau den abgefuckten Dreh, den man auf dem Album erwartet. “Omen” klingt wie eine Liveübertragung aus einer Rave-Moshpit, “Piranha” zerrockt zuerst die 60's Garage bevor es den Hörer wieder in den Rinnstein des modernen urbanen Lebens ausspuckt.

Jeder liebenswerte Freund der guten alten Old School Zeit der mit den Riffs des Albums kuschelt wird ziemlich schnell unsanft geweckt bei “Run With The Wolves”, in dem sich die selbstbewusste Gang Mentality von The Prodigy in eine vor Wahnsinn nasen-blutende Furie verwandelt die mit dem Kopf gegen die Wand fährt. Zusätzliche Schubkraft wird hier von Dave Grohl geliefert. “Es gibt keine Kollaborationen auf diesem Album,” sagt Liam , “aber gegen Ende der Aufnahmen rief Dave Grohl an und sagte mir, er denke gerade darüber nach ein paar Drums für mich einzuspielen. Bald danach bekam ich die Festplatte mit einer Ladung Drum Tracks darauf. Ich fragt ihn nicht danach, es war seine Idee, aber als ich seine Drums auf den Track legte zusammen mit Keiths Vocals schien es dem Album einen Fokus zu geben. Nichts zu diesem Album im Sinne des Sounds war geplant. Wir nahmen einfach auf und hörten es uns am Ende an. Ich wollte richtig Spaß haben damit.”

Nachdem auf den Kopf des Hörers 40 Minuten am Stück futuristische Nostalgie und erhöhte Serotoninwerte geprasselt sind und feel-good Horrorcore die Synapsen versohlt hat, liefert “Invaders Must Die” seinen endgültigen und brillianten letzten Twist – die mit Horn geflutete Sonnenaufgangshymne die vor Positivität nur so strotzt “Stand Up” steht wie auf dem Gipfel wie der Sieger der Schlacht und umarmt seine Kameraden während er den brennenden Horizont mit dem Lächeln dessen besteigt, der weiß, dass er erreicht hat was er wollte.

Ganz schön aufgeblasen? Sicher, aber würdest Du nicht genauso fühlen, mit all den “Invasoren” im Blickfeld, mit Deinem in sich schlüssigsten Album bisher, das erste für Dein eigenes Label? “Invaders Must Die” ist der ureigene Sound von The Prodigy, immer noch grenzüberschreitend nach all den Jahren, immer noch auf dem Pfad marschierend den sie für sich geschaffen haben. Und mit dieser Free Party Attitude – hereinbrechend und überfallend – verschaffen sie sich dort Eintritt, wo andere nur von träumen können hinzugelangen.
“Wir repräsentieren all das, was Großbrittanien so großartig macht, und wir sollten den Schutz von Nationalem Eigentum geniessen,” lacht Liam während “Stand Up” langsam ausfadet. Er könnte recht haben. Die Frage ist, ob die etablierten Landherren des grünen und schönen Idylls bereit sind um von genau diesem Schlachtschiff-Führer inmitten seiner Version des Weltbilds über Bord gelassen zu werden.

Prodigy

Prodigy For english friends


‘Invaders Must Die’ is 40 minutes of having your head battered by future nostalgia, serotonin levels twisted by feel-good horrorcore and your synapses snapped by whiplash attitude. It's the sound of The Prodigy mixing up genres, contorting the past and rewiring the future, ram-raiding through the tranquility of music's status quo like a blot on the landscape of England's dreaming.

The first thing you notice about Invaders Must Die it is how complete it sounds, a consistent collection of bangers all firing from the same cannon. The next thing you notice about Invaders Must Die is just how melodic it is. Not just melody in the vocal sense but in the heyday-of-hardcore keyboard-hookline sense. Yes, if The Prodigy have learned anything from the hugely successful live shows was that those old skool rave anthems still rock hard - and are every bit as iconic to their generation as punk was to the nation's forty-somethings.

So Invaders Must Die is awash with references to the free party generation, thundering along like the mother of all E-rushes, all hairs tingling, spine jumping and lips buzzing. But not a retroactive arms-in-the-air, water-sharing nostalgia trip, but a set fuelled by punk's saliva-dripping rabid snarl.  Take 'Colours', the first tune The Prodigy recorded for this set with it's 1992 polysynth riffing that sounds like The Stranglers' 'No More Heroes' parachuted into the middle of a Castlemorton circa 1992. Or 'Thunder', the 21st century bastard child of the classic 'Out of Space'.

‘Take Me To The Hospital' finds Keith and Maxim flexing over a vintage Prodigy riff. Suitably rusted, distorted and in need of urgent medication it bites like the soundtrack to Dante's Inferno. While the live favourite
'World’s On Fire' resurrects a 'flaming' theme and applies it to a groove straight out second album 'Music for the Jilted Generation. 'Omen' and ‘Warrior’s Dance’ are both beamed straight into the moshpit from rave central, while 'Piranha' rips the threads from the back of 60's garage and beats it into the filthy gutters of modern urban life.

Any old skool bonhomie floating around the riffs of this album are quickly slaughtered by 'Run With The Wolves' where The Prodigy's self-assured, gang-minded campaign turns into a maniacal, nose bleeding, heads-against-the-wall warzone. With added drum-pounding energy supplied by Dave Grohl.

And finally Invaders Must Die delivers its last brilliant twist with ‘Stand Up’ a horn-led sunrise anthem that aches with the positivity of a new dawn, walking the line of a burning horizon with the swaggering look of satisfaction that only comes when you instinctively know you've achieved what you set out to do.

Cocky? Perhaps, but wouldn't you be if you'd seen off all of the invaders with your most complete album yet, the first for your own record label?

Invaders Must Die is the unique sound of The Prodigy, still trespassing after all these years, walking the path they've created for themselves. And with that free party attitude still breaking and entering where other's can only dream of following.

Prodigy




CD Prodigy



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CD
Prodigy
Invaders Must Die
(20.02.09)


 

 





CD Invaders must die mit Prodigy

Unser großer Artikel zu der DVD mit Fotos und Streams


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 HP Prodigy
 HP Prodigy Invaders Must Die

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