
Nach über einer Stunde, auf etwa halber Strecke des Konzertes, gibt es
diese sehr intensiven Bilder: Peter sitzt am Flügel ganz weit vorne auf
der schmalen Bühnenrampe, die ins Publikum hineinragt wie der Bug eines
Schiffes. AnNa steht neben ihm, entspannt und in sich ruhend. Sie lächelt
und beginnt dann mit den ersten Strophen von „Liebe ist alles“.
Eine Szene, die sich in einer kleinen, schummrigen Chanson-Bar abgespielt
haben könnte; wäre ringsumher nicht dieses Meer aus Menschen, die
mit vor Freude strahlenden Gesichtern jede Textzeile mitsingen können.
Rosenstolz scheinen mit ihren Fans zu verschmelzen. Eine eindrucksvolle Momentaufnahme
einer ganz und gar ungewöhnlichen Karriere. Wer auf der Suche nach ihrem
Geheimnis ist, sollte genau HIER ansetzen. Rosenstolz Konzerte - ein Seelenbad
– ein Wir-Gefühl – Emotionen für Millionen!
„Eigentlich war es gar nicht geplant gewesen, die
Tour 2006 mit einer DVD abzuschließen“, sagt Peter Plate. „Doch
schon nach den ersten Auftritten war klar, dass diese Atmosphäre festgehalten
werden muss. Schließlich haben wir diesmal in noch größeren
Hallen gespielt und dabei die eher ruhigeren Songs des letzten Albums „Das
große Leben“ vorgestellt.“
Ein musikalisches Wagnis, das in jeder Hinsicht aufgegangen ist. Zerbrechliche Momente in großen Dimensionen. Und so installierte das bewährte Berliner Produktionsteam von Hans & Grete kurzerhand seine Kameras in der riesigen Arena in Leipzig und filmte ein ehrliches wie ergreifendes Zweieinhalb-Stunden-Werk. Keine Computer-Tricks, keine aufwändige Nachbearbeitung. Selbst die kleinen Fehler und Versprecher in den Zwischenansagen sind drin geblieben. Das Making-of-Material erlaubt zudem den Blick hinter die Kulissen, wo es oft genug einfach nur hart und herzlich zugeht. Bei Rosenstolz gehörte eine gesunde Ehrlichkeit immer schon zu ihrem Verständnis von Glamour und Showbiz. So sind sie eben.
„Ich schätze diese authentische Art mit unseren Bühnenshows umzugehen“, sagt AnNa. „Da wird nichts geschönt oder technisch überhöht. Das würde nicht zu uns passen. Und das Wechselspiel mit dem Publikum, das zu dieser ganz besonderen Stimmung führt, kommt ja bestens rüber.“
Eine Dokumentation mit Gänsehaut-Wirkung. Dabei ist Rosenstolz auch in diesem Jahr ein ungewöhnlicher Coup gelungen. Sie haben ihren Erfolg, der sich seit ihrem neunten Studioalbum „Herz“ (2004) eigentlich nur noch in Superlativen messen lässt, nochmals gesteigert. „Das Große Leben“ behauptete sich vier Wochen auf Platz 1 der deutschen Albumcharts, erreichte in Rekordzeit bereits Ende Juni Doppelplatin-Status - und ist in den offiziellen Media Control Charts die bislang erfolgreichste Platte 2006.
Selbst das dauerkritische Feuilleton, das Rosenstolz über
ein Jahrzehnt lang weder einordnen noch verstehen konnte, ringt mittlerweile
eifrig um Worte. „Mit Charme und Witz brachten sie das Kunststück
fertig, auch in die Großarena die für sie so typische kuschelige
Intimität zu zaubern“, notierte etwa Ingeborg Schober in der „Süddeutschen
Zeitung“ über das mit 10.000 Fans ausverkaufte Konzert in der Münchener
Olympiahalle. „Allein ihre Expansionsmöglichkeiten sind auf dem
Gipfel des Erfolgs unüberschaubar, in Deutschland haben sie alles erreicht.“
erkannte Harald Peters in der „Welt am Sonntag“. Und Klaus Ungerer
bilanzierte in der FAZ mit Hochachtung: „Und jetzt werden sie Giganten.“
Bevor sich Rosenstolz ab Herbst `06 wieder in die kreative Ruhezone begeben, um ein nächstes Album zu schreiben, hier nun ihr aktuelles Bühnencredo in nachhaltigen Bildern. Die Songs und Arrangements von „Das große Leben“ bilden den roten Faden. „Nichts von alledem tut mir leid“ ist nicht nur das Motto zum Auftakt, wenn der Vorhang fällt. Hits wie „Ich bin ich“ oder eine verschärfte Version von „Ich geh in Flammen auf“ gesellen sich zu einer individuellen Auswahl aus ihrem reichhaltigen Repertoire. Da erschienen die Songs der Neunziger „Perlentaucher“ und „Klaus-Trophobie“ plötzlich in einem neuen Licht. Dabei müssen Rosenstolz längst kein vordergründiges Hit-Feuerwerk mehr zünden. Gerade bei den Balladen- und Midtempo-Passagen sind sie besonders nah bei ihren Fans.
Ganz offensichtlich haben es AnNa R. und Peter Plate geschafft, Popmusik in Deutschland neu zu definieren.


ROSENSTOLZ - Flashcard:
http://...inflammenauf.html
ROSENSTOLZ + DAS GROSSE LEBEN LIVE
DIE DVD
Das komplette 2 ½ Stunden Konzert
Making of der DVD
DAS DOPPEL-ALBUM
Das komplette Konzert auf 2CDs
01 WILLKOMMEN
02 ES KÖNNT EIN ANFANG SEIN
03 PERLENTAUCHER
04 ICH GEH IN FLAMMEN AUF
05 AUCH IM REGEN
06 DIE ZIGARETTE DANACH
07 NUR EINMAL NOCH
08 KLAUS-TROPHOBIE
09 WO BIST DU
10 AUS LIEBE WOLLT ICH ALLES WISSEN
11 FÜTTER DEINE ANGST
12 ICH HAB GENAUSO ANGST WIE DU
13 LIEBE IST ALLES
14 EIN WUNDER FÜR MICH
15 ICH BIN VERÄNDERT
16 SCHLAMPENFIEBER
17 KÖNIGIN
18 LACHEN
19 NICHTS VON ALLEDEM
20 ICH BIN ICH
21 LASS SIE REDEN
22 DIE SCHLAMPEN SIND MÜDE
23 ANDERS ALS GEPLANT
24 DER MOMENT
25 ETWAS ZERSTÖRT