SOMERSAULT - das neue Album Paper Walls von Gudrun Mittermeier

Somersault
Ich sah das Cover von Paper Walls und dachte: "hübsche Nase, die Frau". Aber es geht ja hier nicht um hübsche Nasen, sondern um knallharte Musik-Kritiken. Wobei, bei Nasen fällt mir ein, die Frau Somersault hat eine richtig gute Nase für tolle Songs. Wer melodiös -ruhig gesungene Popsongs hören mag und will, kommt an Somersault nicht vorbei. Schöne Musik mit guten Texten. Die Texte sind zwar auf "ausländisch" und wer englisch nicht versteht, der hört eben einfach nur den abwechslungsreichen zwölf Songs zu undf fängt an zu träumen. Dann auch gerne von hübschen Nasen in netten Frauengesichtern - oder umgekehrt, gibt ja auch Kerle mit hübschen Nasen!
Schade, das nur Michael Mittermeier die Nase von Gudrun Mittermeier
anfassen darf - er ist nämlich der Ehemann von Frau Somersault alias Gudrun Mittermeier.

„Bei meinem Musikgeschmack müsste mir eigentlich eine Indie-Pop-Karriere blühen“, scherzt die junge Frau und schwärmt von ihren Lieblingsmusikern: Sufjan Stevens, Elbow, Damien Rice, I Am Kloot, Teitur ... Nie gehört? Sie zählen zu den angesehensten Songschreibern der Gegenwart. Leider auch zu den übersehensten. So sieht eben die gemeine Kehrseite des „Indie“-Daseins aus: viel Ehr, wenig Ruhm. Die junge Frau selbst ist auch independent – unabhängig in ihrem Schaffen als Musikerin. Nur übersehen wurde sie nicht. Gleich ihr erstes Lied forderte Xavier Naidoo ungefragt zum Duett heraus und enterte im Juni 2001 die Charts. „Way To Mars“ hieß die anschwellende Hymne und war der Kaltwassersprung für Somersault, das Alter Ego von Gudrun Mittermeier. September 2003 erschien das erste Album, „By Your Side“.

Somersault

Mit ihrer Arbeit am neuen, zweiten Album „Paper Walls“ ist Somersault in die obere Liga der Songwriter aufgestiegen. Das ist keineswegs übertrieben: Am Ende hatte sie so viele Songs, dass sie auch drei Alben hätte veröffentlichen können. Es wird bei einem bleiben – zur Freude wiederum der Musiker, die einen der „übrig gebliebenen“ Somersault-Songs für ein eigenes Projekt anfragten (und nun sogar als Single planen). Die zwei heißen Dave Rowntree, Drummer der englischen Pop-Band Blur, und Mike Smith, musikalischer Leiter der Cartoon-Combo Gorillaz. Dabei war „Paper Walls“ nie als internationale Produktion geplant. Doch kurz nachdem Somersault die Arbeit aufnahm, zog es sie im Sommer 2004 für drei Wochen nach Stockholm, wo sie mit dem Komponisten Magnus Fridh vier der Album-Songs schrieb.

Im Januar 2005 kam ein Anruf aus London von Michelle DeVries, einer Musikverlegerin. Sie hatte aus New York Somersaults erste CD erhalten und reagierte darauf überaus spontan mit einem Anruf und den Worten: „Komm nach London, du kannst meine Wohnung haben. Da ergibt sich schon was.“ Es ergaben sich drei Monate in der Hauptstadt des Pop, im Stadtteil Fitzrovia, wo viele britische Stars ihre Rückzugsorte haben – Kellerstudios, Appartments, Läden. Sie traf einige Musiker, manche nur einmal, andere immer wieder. Am fruchtbarsten war die Arbeit mit Damian LeGassick: Der langjährige Partner von William Orbit, Produzent von K. D. Lang und Autor von Madonnas Schlusslied auf „Music“ schrieb nicht nur gemeinsam mit Somersault zwei Songs („Like One“, „White Flowers“), sondern machte sie auch mit dem bereits erwähnten Dave Rowntree „bekannt“. Aus dieser Begegnung entstand der Song „Ghosts“, der mit seinen Tabla- und Sitar-Sounds so nur in London entstehen konnte. Wer dieser Dave überhaupt war, fand Somersault erst später heraus – und das beschreibt sehr gut, auf welch natürliche Weise das ganze Album „Paper Walls“ gewachsen ist.

 

 

 

Somersault - träumen dank Paper Walls

Die übrigen Songs enstanden in München, zum Teil in enger Zusammenarbeit mit Martin Kursawe, ihrem wichtigsten musikalischen Vertrauten. Er ist auch der Gitarrist, der sie bei ihren monatlichen Akustik-Sessions im Café Ringelnatz in München Schwabing begleitete. Produziert wurde „Paper Walls“ von einem Allround-Talent des High-Class-Pop: Andreas Herbig hat mit a-Ha, Reamonn, Fünf Sterne Deluxe, Wolfsheim bis hin zu Julis „Geile Zeit“ schon immer einer Musik gedient, die trotz scharfer Konturen ein großes Publikum zu bewegen vermag. Ihm zur Seite standen zwei Urgesteine des Hamburg-Pops: Jörn Heilbut und Stephan Gade.

Somersault

Wichtiger aber als alle Anekdoten der vergangenen aufregenden Monate: „Dieses Album ist, was ich bin. Und ich bin ein Abgrund-Mensch. Für mich ist Musik wie ein Ventil, mit dem ich schneller durch dunkle Phasen komme. Sie ist ein Abkommen mit den eigenen Abgründen“, bekennt Somersault. Dabei ist ihr schmerzlich bewusst, dass sie zwischen künstlerischer Blöße und öffentlicher Verletzlichkeit auf einem schmalen Grat wandelt: „Meine größte Angst ist es, dass mir viele Menschen zu nahe kommen. Ich hab kein Interesse an einem Star-Dasein.“ Aber manche Dämonen kann man sich nicht aussuchen, sie finden einen. Für Somersault kein Grund wegzulaufen: „Man gewöhnt sich so an einiges.“ Ihre Dämonen gäbe sie auch nicht so einfach weg, selbst wenn es gelänge. „Meine Empfindsamkeit sehe ich als Stärke. Denn Menschen berühren zu können, ist letztlich der Grund, warum ich mich für die Musik entschieden habe.“ Bei all dem ist Somersault ein an sich lustiger Mensch. „Ich nehme mich selbst nicht so ernst. Aber oft endet's schwer.“

Somersault

Wo es auf keinen Fall endet, ist eine jener eingangs geschilderten Indie-Pop-Inseln. Dafür ist „Paper Walls“ viel zu Welt umarmend.

 




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