Reimer Kay Holander aus Bredstedt wird in diesem Jahr der Hans-Momsen-Preis
verliehen. Das beschloss der Hauptausschuss des Kreises Nordfriesland am 30.
Mai 2005 auf Empfehlung des Kulturausschusses. Kürzlich konnte Kreispräsident
Helmut Wree dem Preisträger die gute Botschaft persönlich übermitteln.
Der Hans-Momsen-Preis ist die höchste Ehrung, die der Kreis Nordfriesland
zu vergeben hat; mit ihm wird jährlich eine verdiente Persönlichkeit
für besondere kulturelle Leistungen ausgezeichnet.
Reimer Kay Holander, mütterlicherseits aus Nordfriesland stammend und 1925
in Berlin geboren, war von 1964 bis 1966 als Rechnungsführer im Verein
des Nordfriesischen Instituts tätig. Danach wirkte er bis zu seiner Pensionierung
im Jahre 1986 als Lektor und Geschäftsführer des Nordfriisk Instituut
in Bredstedt. Über das Berufliche hinaus hat er sich seit vielen Jahren
für die nordfriesische Sprache, Geschichte, Kultur und Politik eingesetzt.
So hat er bereits in den Jahren 1947-1965 verschiedene Schriften, Studien und
Konzepte zur politischen Neuordnung Schleswig-Holsteins und Nordfrieslands verfasst.
Als Kenner der nordfriesischen Landschaft publizierte er darüber hinaus
viele Texte zur Stadt- und Regionalplanung, zur Landeskunde und Geistesgeschichte.
Dazu gehören Essays, Reportagen und Berichte über Themenfelder wie
Wirtschaft und Kultur in der nordfriesischen Vergangenheit und Gegenwart. Seit
Mitte der 80-er Jahre engagiert er sich in der Minderheitenarbeit. Insbesondere
der Aufbau und die Pflege von Kontakten zu den Sorben in der Lausitz liegt ihm
am Herzen.

Der Festakt zur Preisverleihung wird am Sonntag, dem 23. Oktober 2005, im Schloss vor Husum stattfinden. Überreicht werden dabei eine Urkunde, ein kunsthandwerklich gestalteter Ehrenring sowie ein Geldbetrag.
Hans Momsen (1735-1812) aus Fahretoft war nicht nur Landmesser und Bauer, sondern sein Leben lang autodidaktisch auch als Mathematiker, Astronom und Instrumentenbauer tätig. Der nach ihm benannte Kulturpreis wurde erstmals 1986 vergeben.
Pressemitteilung Kreis Nordfriesland v. 10.6. 2005
Ernst-Walter Schmidt, 13.06.2005
Quelle: Stiftung Nordfriesland