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Wie Nordfriesen mit den niedrigen Zinsen umgehen

Autor: CIS am 21.04.2018

Stock

Das nun schon seit einigen Jahren anhaltende historisch niedrige Zinsniveau sorgt weiterhin für großen Unmut bei den nordfriesischen Sparern. Auch in diesem Jahr ist allem Anschein nach keine Besserung zu erwarten. Ganz im Gegenteil: Erst kürzlich kam es zu weiteren Zinssenkungen bei der für Tages- und Festgeldanlagen zu den Marktführern gehörenden Comdirect Bank.

Foto: pixabay.com / FirmBee

Tagesgeldanlagen werden dort bis zu einem Betrag von 25.000 € nur noch zu 0,01 % p.a. verzinst. Jedoch nur für drei Monate, danach gibt es glatte 0,00 % p.a. Beim kurzfristig laufenden Festgeld sieht es nicht viel anders aus. Hier werden 0,05 % für die ersten drei Monate gezahlt, allerdings mit der Einschränkung, dass das Angebot nur für Neukunden gilt. Bestandskunden, die ihr Geld prolongieren, bekommen 0,01 % p.a. für die Drei-Monats-Anlage. Düstere Zeiten also an der Zinsfront also. Die Inflation kann damit keinesfalls aufgefangen werden. Wer für die Altersvorsoge spart, hat ebenfalls einmal mehr das Nachsehen, nachdem das Geld bereits versteuert wurde.

Aktien als Alternative

Nicht wenige Nordfriesen investieren ihr Erspartes daher in Aktien, wenn auch eher zurückhaltend. Aber das liegt schließlich in der Natur der Friesen. Mit den Aktien sind sie zumindest in den letzten drei Jahren sehr gut gefahren. Allerdings kommt bei den Aktienanlegern derzeit auch Sorge auf. Der Grund sind die Handelsstreitigkeiten mit den USA. Vor allem die stark vom Export abhängige deutsche Industrie wäre von hohen Importzöllen besonders betroffen. Die Preise können schließlich gegenüber den Endkunden in den USA nicht mal eben um 25 % erhöht werden. Oftmals gibt es auch langfristige Preisabsprachen.

Große Hoffnung setzen die Märkte nun in das Verhandlungsgeschick der Politiker, die versuchen mit der US-Administration Ausnahmeregelungen für die EU zu erreichen. Sollte dies gelingen, würde das einen Impuls für die Märkte bringen und die Kurse könnten sich wieder aufwärts bewegen. Nach den bereits zum Jahresende bis in den Oktober hineingezogenen Kurskorrekturen plätschert die Kurse derzeit seitwärts. Ein insgesamt schwieriges Fahrwasser also. Analysten sagen den Aktien allerdings für das Gesamtjahr 2018 noch einmal eine gute Entwicklung voraus. Die größte Gefahr für die Kurse geht immer noch von höheren Zinsen aus. Zinserhöhungen seitens der EZB scheinen jedoch erst einmal auf das Jahr 2019 verschoben. Frühestens im Frühjahr nächsten Jahres sollen also eventuell leichte Zinsanpassungen in Erwägung gezogen werden. Als Grund wird genannt, den zarten Aufschwung im Süden Europas nicht gleich wieder abzuwürgen. Wer den Mut hat, jetzt schnell an den Aktienmärkten einzusteigen, könnte demnach in 2018 noch kräftig profitieren. Tipps für die Anlag und den besten Broker dazu gibt es unter diesem Link.

Indexfonds erfreuen sich wachsender Beliebtheit

Viele Börsenanleger haben einen neuen Liebling für ihr Portfolio gefunden: ETFs. Dabei handelt es sich um Indexfonds. Diese machen im Grunde genommen nichts weiter als, dass sie Indizes wie den MDAX oder den Dow Jones nachbilden. Wenn der Kurs des DAX steigt, werden also Gewinne eingefahren. Der große Vorteil der Anteilsscheine an den ETFs ist, dass diese vergleichsweise günstig zu haben sind und dass es sich um gut diversifizierte Papiere handelt. Das Risiko über Branchen und Regionen ist breit gestreut und auf viele Unternehmen verteilt. Wer versucht so eine Risikostreuung selbst durch den Kauf einzelner Aktientitel hinzubekommen, muss sehr viele Orders platzieren und oft auch für den Aktienpreis mehr ausgeben. ETFs sind daher vor allem für Kleinsparer eine sehr gute Alternative zum direkten Investment in Aktien. Die neuesten ETFs weisen zudem eine besonders gute Gesamtkostenquote auf. Die Lyxor-Gruppe, ein zur französischen Bank Société Générale gehörender Fondsaufleger, hat kürzlich ETFs mit einer Kostenquote von nur noch 0,04 % p.a. auf den Markt gebracht. Um solche Fonds reißen sich die Anleger natürlich. Grund für den Preisverfall ist der große Konkurrenzkampf unter den Fondsinitiatoren. Hier tauchen mittlerweile auch große Pensions- und Hedgefonds als Player auf, um das Geld der Anleger einzusammeln.


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