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In Dagebüll hat die Deichverstärkung begonnen

Autor: CIS am 24.06.2016

Deich

In Dagebüll beginnen heute (24. Juni) Arbeiten zur Deichverstärkung. Bis Oktober 2018 soll der Deich nördlich und südlich der Zufahrt zum Fähranleger auf insgesamt 1,2 Kilometern Länge verstärkt werden. Dietmar Wienholdt aus dem Umweltministerium, Dr. Johannes Oelerich, Direktor des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN), LKN-Projektleiterin Tanja Nicolaysen, Dagebülls Bürgermeister Hans-Jürgen Ingwersen und der Direktor des Amtes Südtondern, Otto Wilke, starten die Bauarbeiten mit ersten Spatenstichen.

Bild: LKN.SH/ © GeoBasis-DE/LVermGeo SH

„Dieser Deich ist kurz, seine Verstärkung aber anspruchsvoll. Die unmittelbar an den Deich reichende Bebauung und der fortlaufende Betrieb des Fährhafens mit seinem Straßen- und Bahnanschluss erfordern besondere Planungen und einen speziellen Bauablauf“, erläutert Dietmar Wienholdt, Abteilungsleiter Wasserwirtschaft im Kieler Umweltministerium.

Die Verstärkung ist erforderlich, weil der Deich nach der im Zuge der Fortschreibung 2012 des Generalplans Küstenschutz durchgeführten Sicherheitsüberprüfung nicht mehr die an einen Landesschutzdeich zu stellenden Anforderungen erfüllt. Unter anderem reicht die Höhe des Deiches nicht mehr aus.

Der Deich wird um rund 30 Zentimeter auf eine Höhe von 7,95 Meter über dem mittleren Meeresspiegel erhöht und erhält eine flachere Außenböschung. Damit entspricht er dem neuen Klimaprofil, das es kommenden Generationen erleichtert, weitere Erhöhungen durchzuführen. Der neue Deich verläuft in der Linie des alten Deiches, verschiebt sich aber wenige Meter seewärts.

In diesem Jahr wird der 400 Meter lange Abschnitt nördlich der Zufahrt zum Fähranleger gebaut. 2017 bis 2018 folgen dann der südliche Abschnitt und der Neubau der Stöpe. In Zusammenhang mit diesen Arbeiten sollen die Westbuhne zurück gebaut und die Südwestbuhne instandgesetzt werden. Das vorhandene Schöpfwerk wird durch einen Neubau ersetzt, der zurzeit zwei Kilometer nördlich entsteht und bereits zum Winter dieses Jahres in Betrieb gehen soll.

Für die Deichverstärkung und den dafür erforderlichen Wegebau müssen in den kommenden Jahren 110.000 Kubikmeter Sand und ebenso viel Klei sowie 4.000 Kubikmeter Schotter transportiert und im Deich eingebaut werden. Während der Bauzeit in den Sommermonaten gibt es für die Anwohner daher mehr Schwerlastverkehr, der unvermeidbar ist, aber letztlich ihrer Sicherheit dient. Um die Beeinträchtigungen möglichst gering zu halten, werden die Transporte überwiegend über die Fährhafenstraße und auf den Deichwegen abgewickelt.

Der Klei für die Abdeckung des Deiches wird größtenteils in der Kleientnahme Lütt Hus gewonnen, etwa drei Kilometer nordöstlich der Baustelle. Ein Teil des Kleis wird aus dem bestehenden Deich entnommen werden.

Die Gemeinde Dagebüll nutzt die Deichverstärkung, um die Ortschaft und den Badestrand touristisch noch attraktiver zu machen. So sind ein Veranstaltungsplatz mit landseitiger Tribüne, Deckwerkstreppen und ein gepflasterter Treibselabfuhrweg auf der Außenberme des Deiches vorgesehen. Auch die für Dagebüll charakteristischen Badebuden werden nach Abschluss der Arbeiten ihren Platz wiederfinden. Von 2017 bis 2018 wird es dort allerdings keinen Badebetrieb geben können. Zusammen mit der Gemeinde will der LKN, wo möglich, barrierefreie Zugänge zum Strand planen und den Ort auch in dieser Hinsicht aufwerten.

Die Gesamtmaßnahme kostet inklusive Planung insgesamt rund 11 Millionen Euro. Am Deichbau tragen die EU 53 Prozent, der Bund 33 Prozent und das Land 14 Prozent der Kosten. Die Kosten der touristischen Infrastruktur übernimmt die Gemeinde Dagebüll, teilweise ebenfalls mit EU Geldern gefördert.


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