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Deichbau bei Wobbenbüll ist fertig

Autor: CIS am 17.10.2017

deich

Er ist kurz, aber wirkungsvoll: Ein 1000 Meter langer Deich zwischen der Hattstedter Marsch und der Geest bei Wobbenbüll wird die 1200 Einwohner künftig besser vor Sturmfluten schützen. In einer breiten Stöpe quert die nach Nordstrand führende Landesstraße den Deich. Bei einer Sturmflut kann die Stöpe kurzfristig geschlossen werden. Die im Juni vergangenen Jahres begonnenen Arbeiten waren vor kurzem technisch abgenommen worden, heute wird die Küstenschutzanlage offiziell in Betrieb genommen.

Foto: Brunckhorst/LKN.SH

„Es ist der kürzeste Deich den wir bisher gebaut haben, aber er schützt außer den Einwohnern eine Fläche von 2400 Hektar und 180 Millionen Euro an Sachwerten“, freut sich LKN-Chef Johannes Oelerich. Der westliche Abschnitt war eine Deichverstärkung, der östliche ein Neubau. Der Deich hat eine Höhe von 8,2 Metern über dem Meeresspiegel und entspricht mit seiner flachen, 1:10 geneigten Außenböschung und der fünf Meter breiten Deichkrone dem neuen Standard des Klimadeichs.

Der Deichbau war erforderlich weil Berechnungen zeigten, dass bei einer Sturmflut wie sie alle 200 Jahre vorkommen kann, zu viel Wasser über den Deich laufen und mit einem Bruch zu rechnen sein würde.

Für den Kern des Deiches wurden 90.000 Kubikmeter Sand verwendet, der mit Lastwagen angeliefert wurde. Während der Bauzeit in den Sommermonaten gab es für die Anwohner daher viel Schwerverkehr, der unvermeidbar war. Der Klei für die Abdeckung des Deiches, etwa 100.000 Kubikmeter, wurde seit Herbst 2015 aus dem benachbarten Naturschutzgebiet Beltringharder Koog entnommen. Die dabei angelegten Wasserflächen und Feuchtgebiete sind Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen für das dortige Naturschutzgebiet.

Die 13 Meter breite Stöpe mit ihren beiden 12 Tonnen schweren Stahlflügeln wird im Sturmflutfall geschlossen. Das Bauwerk mit seiner Schwingtür ist millimetergenau eingebaut, so dass eine Person genügt, die Türen von Hand zu bewegen.

Der Deichbau kostet insgesamt rund fünf Millionen Euro. 53 Prozent der Kosten trägt die EU, 33 Prozent der Bund und 14 Prozent das Land.


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