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Modernisierungs- und Energiesparmöglichkeiten

Energiesparen 2.0: Jetzt das Haus aufrüsten

Gerade erst hat der Bundestag ein neues Klimapaket beschlossen. Damit sollen die Deutschen durch insgesamt 1,2 Milliarden Euro zu mehr Energieeffizienz durch Verbesserungen und Sanierungen am Eigenheim angehalten werden. Welche Maßnahmen dabei gefördert werden, wie man die Maßnahmen finanziert und wie sehr sich diese für das Klima und den eigenen Geldbeutel lohnen, sollte man vor Baubeginn wissen.

Modernisierungs- und Energiesparmöglichkeiten

Insgesamt hat sich bei der Energieeinsparung viel getan, denn der Staat hat hier stark in die Wahlmöglichkeiten der Verbraucher eingegriffen. So wurde die Glühlampe vom Markt genommen – LED's erhellen seitdem die deutschen Wohnzimmer. Auch bei den großen Haushaltsgeräten wurden in den letzten Jahren neue Spitzenwerte beim Energieverbrauch erreicht. Wer zum Beispiel einen alten Trockner zu Hause stehen hat, kann ein neues Modell bereits nach einem Jahr durch Energieeinsparung refinanzieren. Insbesondere in den Wintermonaten ist es aber die Wärmeenergie, die durch schlecht isolierte Wände und Fenster verloren geht. Neben der Fenstererneuerung kann eine neue Heizungslage hier große Einsparungen erreichen. Generell fördert der Staat dabei Häuser, die vor 1985 gebaut wurden. Wer noch weiter gehen möchte, kann sich auch eine Photovoltaik-Anlage aufs Dach setzen und so seine eigene Energie produzieren und verbrauchen. Es gibt hier Banken, welche die Solarfinanzierung für Privateigentümer mit günstigen Krediten möglich machen.

Die Hausdämmung: Eine umstrittene Maßnahme


Wer eine energetische Sanierung in Betracht zieht, denkt vielleicht erst einmal die Ausbesserung der Wanddämmung. Doch diese Maßnahme ist momentan umstritten. Denn die Hausdämmung zu erneuern, bedeutet, sich Styroporplatten ins Haus zu holen, die mit einem Brandschutzmittel, oft mit dem Stoff HBCD, überzogen sind. So hält man die Wärme zwar länger im Haus, doch es wird vermutet, dass insbesondere HBCD der Gesundheit schaden kann. Deshalb wurde zumindest der Hauptschadstoff HBCD von der UN verboten, wie man hier nachlesen kann. Er sollte also bald ersetzt werden, sodass dann schon einmal ein besserer Klimawert für die Stoffe der Hausdämmung zu erreichen wäre.



Die Hausdämmung: Eine umstrittene Maßnahme

Foto: Energiesparen 2.0: Jetzt das Haus aufrüsten


Foto: Mario De Mattia

Was fördert der Staat genau?

 

  • Fenster: Eine Reduktion der Wärmebrücken kann neben dem kompletten Fensteraustausch genauso förderfähig sein wie die einfache Fugenverdichtung, die Dämmung der Rollläden oder Malerarbeiten am Fenster.

  • Wände: Neben der klassischen Wärmedämmung werden auch Fassadenverkleidungen, eineErneuerung des Briefkastens oder das Verlegen von Regenrohren vom Staat unterstützt.

  • Dach: Große Arbeiten wie der komplette Austausch des Dachstuhls müssen nicht immer gleich sein. Deshalb fördert Staat auch hier die Wärmebrückenreduktion, den Austausch einzelner und aller Dachziegel, Ausbesserungen am Schornsteinkopf oder den Einbau einer Dampfsperre.

Dies sind sicherlich bei Weitem noch nicht alle möglichen Sanierungsmaßnahmen, die Hauseigentümer vornehmen können. Wer eine staatliche Förderung in Anspruch nehmen will, muss den Förderantrag allerdings vor einem möglichen Kauf von Dämmung und Co. bei der KfW, der Kreditanstalt für Wiederaufbau, einreichen.

Weitere Tipps und Ratschläge zur Senkung des Stromverbrauchs und zur richtigen Stromverwendung gibt auch das Umweltbundesamt

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