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Wie wird eine Wärmepumpe installiert?

Erdwärme – Ökologische Alternative zur klassischen Heizung

Besonders für einen Neubau kann sich die Anschaffung einer Wärmepumpe als Alternative zur herkömmlichen Heizung rechnen. In Schweden hat sich diese Technologie bereits längst etabliert und auch in Deutschland wird die Technologie immer beliebter. Denn der Platzbedarf ist gering und die daraus gewonnene Wärme ist preiswert und ökologisch sinnvoll.

Wie wird eine Wärmepumpe installiert?


Für den Einsatz der Sonden ist nur eine kleine Fläche notwendig. Daher eignen sich für kleinere Grundstücke oder für bereits angelegte Gärten besonders Wärmepumpen mit Erdwärmesonden. Diese Sonden sind u-förmige Kunststoffrohre, die einen Durchmesser von wenigen Zentimetern haben. Für die Installation der Sonden werden Bohrungen in einer Tiefe zwischen 40 und 99 Metern erstellt. In diese Bohrungen werden anschließend die Erdwärmesonden der Wärmepumpe eingelassen. Eine Trägerflüssigkeit, die in der Regel aus Wasser mit Glykol oder Sole besteht, nimmt die Energie auf. Da diese Flüssigkeit zirkuliert, überträgt sie die Wärme in den Verdampfer der Wärmepumpe auf das Kältemittel. Es gibt aber noch andere Arten der Wärmepumpen, wie zum Beispiel die Luft-Wärmepumpe, deren Technik das Strom Magazin anschaulich erklärt.



So funktioniert eine Wärmepumpe mit Erdsonden

Foto: Erdwärme – Ökologische Alternative zur klassischen Heizung


Foto: Foto: Matthias Ruhbaum  / pixelio.de

So funktioniert eine Wärmepumpe mit Erdsonden


Die jeweilige Anzahl und die Tiefe der Erdwärmesonden sind von der Bodenbeschaffenheit sowie von der benötigten Wärmeleistung abhängig. Hierfür ist eine professionelle und umfangreiche Berechnung durch Spezialisten erforderlich. Je nach Bundesland, in dem der Neubau liegt, sind unterschiedliche Anträge und Genehmigungen notwendig. Für alle Anträge gilt: Mindestens vier Wochen vor Baubeginn sind sie frühzeitig zu stellen. Nur in Ausnahmefällen sind Bohrungen über 100 Meter Tiefe notwendig, für die auch eine zusätzliche bergbaurechtliche Genehmigung erforderlich ist. Dabei ist zu beachten, dass aus gewässerschutzrechtlichen Gründen Erdwärmepumpen mit Solar/Wasser-Sondensystem nicht überall erlaubt sind.

Vor- und Nachteile von Erdwärmepumpen mit Sonden


Neben dem bereits erwähnten geringen Flächenbedarf haben Wärmepumpen mit Sondensystem aber noch einen weiteren bedeutenden Vorteil: Sie sind ganzjährig nutzbar und effektiv! Selbst im Winter ist kein Nachheizen erforderlich. Als Nachteil gelten die recht hohen Bohrkosten.