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Ausschreitungen - FC St. Pauli und Hansa Rostock

Die Polizei war mit 1.357 Beamten im Einsatz.
Für das Spiel zwischen den Zweitligaclubs St. Pauli und Rostock bereitete sich die Hamburger Polizei mit Unterstützung von Einheiten aus Schleswig-Holstein auf einen Großeinsatz vor.

Schon in früheren Begegnungen zwischen den Fußballclubs kam es zu massiven Ausschreitungen der rivalisierenden Fangruppen mit Verletzten und zahlreichen Festnahmen.

Bereits bei der Ankunft des ersten Zuges aus Rostock im Hamburger Hauptbahnhof wurde von Unterstützern des Rostocker Vereins ein Knallkörper gezündet. Weitere 50 Fans trafen gegen 14:00 Uhr ein.

Der erste FC. St.-Pauli Fan wurde von Polizeikräften um 14:30 Uhr im Hamburger Hauptbahnhof festgenommen, nachdem er Fans des Gastvereins provozierte. Die Rostocker Fans wurden mit Entlastungszügen der U-Bahn unter Polizeibegleitung zum Stadion gebracht und trafen dort auf etwa 200 St. Pauli Anhänger, die bereits im Vorfeld randaliert hatten.

Ein weiterer St. Pauli Anhänger, der einen Rostocker Fan mit einer Gaswaffe bedrohte, wurde von Polizeibeamten vorläufig festgenommen. Inzwischen waren etwa 300 Rostocker am U-Bahnhof Feldstraße eingetroffen.

Nach Flaschenwürfen auf Polizeibeibeamte und dem Abfeuern von pyrotechnischen Gegenständen setzte die Polizei nach erfolgter Androhung Wasserwerfer ein und die Angriffe wurden eingestellt.
... Gegen 17:30 Uhr befanden etwa 200 Rostocker, die nicht im Besitz von Eintrittskarten für das Spiel waren, auf dem Gästeparkplatz am Millerntorstadion und bewarfen Polizeikräfte massiv mit Flaschen.

Daraufhin drohte der Einsatzleiter den Einsatz der Wasserwerfer an. Eine Person aus der Gruppe versuchte einer Polizistin den Helm vom Kopf zu reißen und verletzte sie dadurch. Mit Quetschungen am Hals musste die Polizeibeamtin ins Krankenhaus gebracht werden.

Insgesamt befanden sich schließlich etwa 1.500 Anhänger des Rostocker Vereins im Stadion. Nach Spielende kam es zu weiteren Ausschreitungen zunächst seitens der Gäste aus Rostock, die massiv pyrotechnische Gegenstände zündeten und Polizeikräfte angriffen, aber es erfolgten auch massive Angriffe durch Stein- und Flaschenwürfe von St. Pauli Anhängern.

Mit dem Einsatz von Wasserwerfern konnte der Bereich geräumt werden und die Personen zogen in kleinen Gruppen zurück.
Die Wasserwerfer mussten mehrfach eingesetzt werden. Gegen 21:00 Uhr konnten die Gäste aus Rostock mit den Entlastungszügen der U-Bahn vom Bahnhof Feldstraße zum Hauptbahnhof gebracht werden.

Im Bereich Neuer Pferdemarkt und Budapester Straße sammelten sich bis zu 1.000 Personen. Hierbei handelte es sich um St. Pauli Anhänger und linkes Klientel, die massiv Polizeikräfte mit Steinen, Flaschen und zertrümmerten Gehwegplatten angriffen. Dabei wurde ein unbeteilgter Passant am Kopf verrletzt und musste mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden.

Ein 23-jähriger Polizeimeister aus Schleswig-Holstein wurde durch einen Flaschenwurf schwer verletzt und musste von einem Notarzt vor Ort versorgt werden. Durch Glasscherben erlitt der 23-Jährige Arterien-, Sehnen- und Muskeldurchtrennungen am Bein.

Gegen 22.00 Uhr hatte sich die Lage beruhigt. Nach derzitigem Erkenntnisstand sind fünf Personen vorläufig festgenommen und 10 Personen in Gewahrsam.

aktualisiert am 09:58:57 um 03/07/09 von redaktion -


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