Gestern Abend (25.10.08) griffen ca. 30 bis 50 Lübecker Hooligans einen Regionalexpress, der mit etwa 100 Holstein Kiel-Fans besetzt war, bei einem Halt in Lübeck St. Jürgen mit Steinen an. Die Holstein-Fans waren auf der Rückfahrt vom Fußballspiel Rostock II gegen Holstein Kiel. Sieben Holstein Kiel-Anhänger stiegen daraufhin aus den Zugfenstern aus und lieferten sich mit den Lübecker Hooligans eine Schlägerei. Der Zug fuhr mit den übrigen Fans zum Hauptbahnhof Lübeck weiter. Dort um 19.05 Uhr angekommen, versuchten die Holstein-Fans in die Innenstadt zu gelangen, was durch einen massiven Einsatz von Polizeikräften der Bundes- und Landespolizei verhindert werden konnte.
Mit Schlagstücken gegen die Hooligans
Es kam zu Übergriffen auf Polizeibeamte, so dass im Einzelfall der Schlagstock eingesetzt werden musste. Zwei Polizeibeamte der Bundespolizei wurden leicht verletzt. Ein Fußballfan verletzte sich und musste ambulant im Krankenhaus behandelt werden. Ein weiterer Fan wurde in Lübeck St. Jürgen von einem Stein am Kopf getroffen und verletzt. Zwei Reisezugwagen des Regionalexpress wurden stark beschädigt und konnten für die Weiterfahrt nicht mehr genutzt werden. Die Schadenshöhe bleibt festzustellen. Auf der anschließenden Fahrt gab es keine weiteren Zwischenfälle, der Zug erreichte gegen 21.05 Uhr den Kieler Hauptbahnhof. Die sieben Kieler Fans setzten ihre Fahrt von St. Jürgen mit dem Bus zum Lübecker Hauptbahnhof fort. Dabei wurde eine Seitenscheibe des Busses von außen durch einen noch unbekannten Gegenstand zerstört, die Insassen blieben unverletzt. Die Kripo Lübeck hat in diesem Fall die Ermittlungen aufgenommen. Die Bundespolizei konnte von der Mehrzahl der beteiligten Zeugen und Beschuldigten die Personalien feststellen, die Ermittlungen wegen Sachbeschädigung, Landfriedensbruch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr, Beleidigung und Mißbrauch von Nothilfeeinrichtungen dauern an. Drei Fans konnte nach Sachbeschädigungen vorläufig festgenommen werden. Im Einsatz waren über 30 Polizeibeamte der Bundespolizei sowie 16 Streifenwagen der Polizei Lübeck.
"Nur durch den massiven Einsatz von Polizeikräften der Bundes- und Landespolizei konnten weitere Auseinandersetzungen verhindert und Unbeteiligte geschützt werden."
aktualisiert am 09:35:49 um 10/27/08
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