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Astrid Damerow beeindruckt von der Arbeit nordfriesischer Sozialzentren

Autor: CIS am 29.08.2019

Sozialzentrum

Am Montag, dem 26. August, begrüßte Amtsdirektor Dr. Bernd Meyer die Bundestagsabgeordnete Astrid Damerow im Sozialzentrum Mittleres Nordfriesland in Breklum. Anlass des Besuches war die deutschlandweite Aktionswoche zu den Leistungen und Lösungen der kommunalen Jobcenter unter dem Motto »Stark. Sozial. Vor Ort«.

Foto: Kreis Nordfriesland / Volkert Bandixen

Der Leiter des Jobcenters Nordfriesland, Axel Scholz, und der Leiter des örtlichen Sozialzentrums, Kim Jessen-Reimers, stellten der Abgeordneten die Arbeitsweise der sieben nordfriesischen Zentren vor.

»Ob Arbeitsvermittlung für Langzeitarbeitslose, Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen unter 18 Jahren, Grundrente, Leistungen für Asylbewerber, Wohngeld - das alles und noch mehr vereinen wir unter einem Dach. Da viele Kunden mehrere soziale Leistungen benötigen, haben wir die verschiedenen Zuständigkeiten vernetzt. Bei uns weiß die eine Hand, was die andere tut«, betonte Scholz.

Wie sinnvoll es war, auch das Jugendamt aufzunehmen, beschrieb die Leiterin des Sozialraums Mitte des Kreis-Jugendamtes, Christiane Bähr. Durch den direkten Kontakt könnten die Fachleute der verschiedenen Bereiche ihre Unterstützungsangebote besser aufeinander abstimmen. Dabei bleibe der Datenschutz stets gewahrt: Ohne die Zustimmung der Betroffenen seien nicht einmal interne Gespräche möglich.

Schuldnerberater Detlef Kleenlof ist ein Mitarbeiter des Amtes Mittleres Nordfriesland mit einem Büro im Sozialzentrum. Er erklärte der Abgeordneten, dass eine Reihe Alleinerziehender überschuldet ist - ein erhebliches Hemmnis für die Arbeitsvermittlung. So gehören rund 95 Alleinerziehende derzeit zu den langzeitarbeitslosen Kunden der Breklumer Außenstelle des Jobcenters NF. Kleenlof schilderte, wie es den meist jungen Frauen mit seiner Unterstützung etwa gelingt, unlautere Zinsen abzuwehren und von ihren Schulden herunterzukommen. Das erhöhe die Chancen, mit Hilfe des Jugendamtes und des Jobcenters anschließend den Weg in Ausbildung oder Arbeit zu finden.

Astrid Damerow zeigte sich beeindruckt: »In Nordfriesland wird vernetzt gedacht und gehandelt, statt die Kunden von einer Behörde zur anderen weiterzuschicken. Das ist eine Stärke der kommunalen Familie im ländlichen Raum: Gemeinden, Städte, Ämter und Kreis ziehen an einem Strang und stellen den Menschen in den Mittelpunkt. Hier wird das Motto >Stark. Sozial. Vor Ort< vorbildlich mit Leben erfüllt!«

Kim Jessen-Reimers konnte denn auch entsprechende Ergebnisse präsentieren: Mit Unterstützung des Breklumer Sozialzentrums fanden in diesem Jahr bereits 118 Menschen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung oder einen Ausbildungsplatz im ersten Arbeitsmarkt.


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